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Baumann über Nouri: "Weiß nicht, wie es weitergeht"

Frank Baumann zählt Werder-Trainer Nouri an
Frank Baumann zählt Werder-Trainer Nouri an
Foto: © Huebner/Blatterspiel
29. Oktober 2017, 19:14
sport.de
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Alexander Nouri floh mit versteinerter Miene in die Kabine. Von den Rängen ertönten "Nouri raus!"-Rufe und ein gellendes Pfeifkonzert. Für Werder Bremens Trainer wird nach dem nächsten bitteren Tiefschlag die Luft dünn.

Die Norddeutschen unterlagen dem FC Augsburg im eigenen Stadion klar mit 0:3 (0:2), sind seit 484 Minuten in der Fußball-Bundesliga ohne Tor und nach zehn Spieltagen noch immer ohne Sieg.

"Wir müssen uns bei jedem einzelnen Fan entschuldigen. Ich kann die Reaktionen der Fans nachvollziehen, die Enttäuschung ist groß", sagte Nouri nach der Begegnung. Nun sei es entscheidend, sich bestmöglich auf die Partie bei Eintracht Frankfurt am Freitag vorzubereiten.

Ob Nouri das noch tun darf, ist jedoch offener denn je. Nach "Sky"-Informationen kamen der Noch-Trainer und Werder-Sportdirektor Frank Baumann unmittelbar nach Abpfiff in der Kabine zum Krisengespräch zusammen.

Danach verweigerte Baumann dem Coach die Rückendeckung. "Ich weiß nicht, wie es mit Alexander Nouri weitergeht. Wir müssen uns insgesamt Gedanken machen, wie wir die Situation verbessern. Wir setzen uns heute und morgen zusammen und analysieren."

Junuzović stärkt Nouri den Rücken

Werders Kapitän Zlatko Junuzović stellte sich derweil hinter Nouri. "Was jetzt passieren wird, weiß ich nicht. Das Trainerteam macht eine sehr gute Arbeit und stellt uns gut auf die Begegnungen ein. Letztlich sind wir Spieler verantwortlich", sagte Junuzović und bereitete seine Mannschaft auf harte Wochen vor: "Nach so vielen Jahren Abstiegskampf haben alle realisiert, wie die Situation ist." Abwehrspieler Niklas Moisander gab zu, der Auftritt sei ihm "peinlich" gewesen.

Die Zahlen sind ähnlich ernüchternd: Kein Sieg nach zehn Spielen sind ebenso negativer Vereinsrekord wie die bislang erst drei Saisontore des Tabellenvorletzten. Michael Gregoritsch (40., 61.) und Alfreð Finnbogason (45.+2/Foulelfmeter) besiegelten mit ihren Toren die verdiente Niederlage.

Gregoritsch nutzte zunächst eine Flanke von Philipp Max per Kopf zum Führungstreffer. Nachdem der selbst gefoulte Finnbogason erhöht hatte, legte der Österreicher Gregoritsch nach einem Konter nach.

"Deutscher Meister wird nur der SVW"

Die Werder-Fans reagierten in der letzten halben Stunde mit einer Mischung aus Frust und Sarkasmus auf die dürftige Darbietung.

Neben den "Nouri raus"-Rufen waren immer wieder auch Gesänge wie "Oh, wie ist das schön" und "Deutscher Meister wird nur der SVW" zu hören. "Wir verstehen den Unmut, die Enttäuschung. Wir sind ja selber enttäuscht", sagte Junuzovic zu der skurrilen Atmosphäre.

Die Augsburger feierten dagegen ihren ersten Erfolg nach vier erfolglosen Anläufen und schoben sich auf Rang neun vor. Das Team von Manuel Baum zeigte sich besser sortiert und nutzte seine Chancen konsequent.

"Wenn man verdient 3:0 gewinnt und ich zwei Tore schieße, war das schon ein perfekter Nachmittag. Wir sind sehr froh, dass wir jetzt 15 Punkte haben", sagte Gregoritsch, der erstmals in drei Punktspielen in Folge traf.

Auch Kruse sorgt bei Werder nicht für Belebung

Die Hoffnung der Bremer vier Tage nach dem Pokalerfolg gegen 1899 Hoffenheim (1:0) hatte den Namen Kruse getragen. Nouri schickte den Ex-Nationalspieler erstmals seit dessen Schlüsselbeinbruch von Beginn an auf den Rasen und hoffte auf eine deutliche Belebung der zuletzt so zahnlosen Offensive. Meist jedoch vergeblich.

Nouri verzeichnete an der Seitenlinie stehend erst in der 27. Spielminute den ersten gelungenen Abschluss seines Teams - ein Fernschuss von Maximilian Eggestein, doch Marvin Hitz war gut postiert.

Danach wurde der FCA immer konsequenter. Erst nagelte Kapitän Daniel Baier den Ball ans Lattenkreuz (39.), dann traf der FCA doppelt. Vor dem Elfmeter hatte Referee Sören Storks noch den Videobeweis bemüht, um seine Entscheidung abzusichern.

Nach dem Wechsel bemühten sich die Bremer, doch mehr als ein Strohfeuer kam dabei nicht heraus. Stattdessen drängten die Gäste auch nach dem zweiten Treffer von Gregoritsch weiter und kamen zu großen Gelegenheiten durch Finnbogason und Heller (67., 72.). Werder fiel auseinander.

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