Seit nunmehr 70 Pflichtspielen agiert Niko Kovac inzwischen als Coach von Borussia Dortmund, einen Titel konnte der 54-Jährige mit dem BVB zwar noch nicht feiern, 41 Siege und nur 16 Niederlagen sprechen aber deutlich für ein erfolgreiches Engagement. Kein Wunder, dass zuletzt Gerüchte um eine vorzeitige Verlängerung ins Kraut schossen. Nun hat Kovac unter anderem auf diese Spekulationen reagiert.
Wie die "Ruhr Nachrichten" und "Bild" am Montag übereinstimmend vermeldeten, plant die Führungsriege des BVB, in den kommenden Wochen Gespräche mit Trainer Niko Kovac und dessen Management aufzunehmen, um die Möglichkeit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung über den Sommer 2027 hinaus zu erörtern. Dabei soll es von Vereinsseite eine klare Tendenz und Zielrichtung geben: Kovac soll verlängern. Der Coach selbst äußerte sich nun zu den Gerüchten.
"Mein Bruder Robert [Co-Trainer des BVB, Anm.d.Red.] und ich fühlen uns sehr wohl und ich denke, dass beide Seiten sehr zufrieden mit der Konstellation sind, die wir im Moment haben. Lars [Ricken, Anm.d.Red.] hat mich damals ins Boot geholt. Sein Vertrag läuft ja auch bis 2027…", reagiert Kovac im "Bild"-Podcast "Phrasenmäher" auf die Berichte. Dass angeblich auch der Vertrag von Sportchef Ricken bald verlängert werden soll, sieht Kovac sehr positiv: "Ich würde mich freuen, wenn es so kommt, weil ich Lars für einen richtig Guten halte, der hier schon einiges auf den Weg gebracht hat."
Eine klare Absage erteilt Kovac hingegen der Behauptung, er würde dem Nachwuchs zu selten eine Chance geben.
"Stimmt nicht! Ich habe damals in Salzburg die zweite Mannschaft übernommen und Spieler wie Hinteregger oder Ilsanker gefördert, die dann in der Bundesliga gespielt haben. Als Kroatien-Trainer waren Brozovic, Kovacic, Rebic dabei. In Monaco Tchouameni. In Wolfsburg van de Veen, der zu Tottenham und Nmecha, der zum BVB ging. Da wird viel kolportiert, aber nicht mit Fakten belegt", stellt Kovac klar.
BVB-Coach Kovac: Adeyemi "ein toller Junge"
"Stimmt nicht", gilt laut Kovac auch für die Berichte, die ein zerrüttetes Verhältnis zwischen ihm und Flügelflitzer Karim Adeyemi nahelegen.
Er rede mit allen seinen Spielern viel, habe mit Karim Adeyemi aber "am meisten gesprochen", hebt Kovac hervor. Der deutsche Nationalspieler sei "ein toller Junge", manchmal sogar "ein zu guter Junge", so Kovac weiter. Allerdings habe Adeyemi sportlich auch noch an sich zu arbeiten.
"Ich gehe felsenfest davon aus, dass er ein ganz großer Fußballer werden kann, wenn er gewisse Sachen anpasst. Aber dafür muss er mir noch ein bisschen mehr glauben. Er muss an seiner Genauigkeit arbeiten, seiner Akribie. Er hat ein Riesentalent bekommen, jetzt geht es um die Arbeit, Details und Nuancen zu verändern, die ihn nach vorne bringen. Dazu muss er jede Trainingsminute nutzen", so Kovac.
Mehr dazu:
Adeyemis Vertrag beim BVB endet im Sommer 2027, derzeit wird in den Medien darüber spekuliert, dass ein Abschied nach der laufenden Saison nicht ausgeschlossen ist.




























