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Auffällige Fahrer-Entscheidungen

Formel-1-Teamchef reagiert auf Ferrari-Spekulationen

Haas-Teamchef Ayao Komatsu will von einem großen Ferrari-Einfluss nichts wissen
Haas-Teamchef Ayao Komatsu will von einem großen Ferrari-Einfluss nichts wissen
Foto: © IMAGO/Qian Jun/SPP-Paddocker
20. Oktober 2026, 15:25
sport.de
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Bei Haas kommt es zur Formel-1-Saison 2027 zu einem Fahrer-Wechsel: Das brasilianische Top-Talent Rafael Camara ersetzt Esteban Ocon und fährt damit aller Voraussicht nach an der Seite von Ollie Bearman, der ebenso wie sein neuer Teamkollege aus der Ferrari-Nachwuchsabteilung stammt. Die Spekulationen, man sei nicht mehr als ein "B-Team" der Scuderia, weist man im US-Team aber zurück.

Haas hat sich für das brasilianische Top-Talent Rafael Camara entschieden, um Esteben Ocons Platz einzunehmen. Das teilte das Formel-1-Team in der vergangenen Woche offiziell mit. 

Der 21-Jährige wird somit künftig an der Seite von Oliver Bearman für Haas pilotieren. Beide durchliefen die Ferrari-Nachwuchsabteilung, was für Spekulationen sorgte, die Scuderia habe einen großen Einfluss auf die Entscheidungen des US-Teams.

"Also, ja, sie sind Fahrer aus der Akademie von Ferrari und ihre Karrieren wurden von Ferrari gefördert, aber sie sind Fahrer des Haas-Teams, und wir haben keinerlei Verpflichtung oder Druck, jemanden von Ferrari zu verpflichten", stellte Teamchef Ayao Komatsu im Gespräch mit "Sky Sports" klar: "Diese ganze Ferrari-B-Team-Geschichte ist also überhaupt kein Thema."

Formel 1: Haas "wählt die Fahrer komplett selbst aus"

Die guten Beziehungen zur Scuderia, die schon seit Jahren bestehen, hatten ein Camara-Engagement aber überhaupt erst möglich gemacht. "Weil wir diese Beziehung hatten, konnten wir Rafa in Portimão testen", betonte der Japaner, der ergänzte, dass die Wahl auf den Briten bzw. den Brasilianer aus freien Stücken fiel: "Wir wählen die Fahrer komplett selbst aus – ich und Teambesitzer Gene Haas."

Es sei also nicht so gewesen, dass Ferrari bei Bearman oder Camara "Druck auf uns ausgeübt hat", so der Haas-Boss weiter. Vom Traditionsrennstall aus Italien hat sich niemand gemeldet und gesagt: "Oh, Ayao, kannst du Ollie nehmen, weil er ein FDA-Fahrer ist und einen Rennsitz braucht, oder kannst du Rafa nehmen, weil er die F2 gewinnen wird und unbedingt in die Formel 1 muss?"

Camara hat in den letzten Jahren im Formel-Unterbau einen beeindruckenden Durchmarsch hingelegt. 2024 gewann er die Formula Regional, ein Jahr später triumphierte er in der Formel 3. In der laufenden Formel-2-Saison belegt er Platz eins in der Fahrerwertung - knapp vor Red-Bull-Talent Nikola Tsolov, der als Kandidat bei den Racing Bulls gehandelt wird.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ItalienKimi AntonelliMercedes AMG F1 Team340
2GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team238
3GroßbritannienLewis HamiltonFerrari229
4NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing221
5MonacoCharles LeclercFerrari215

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