Weniger als eine Woche, nachdem es beim Großen Preis von Malaysia zu einem Chaos-Rennen gekommen war, ging es in der Formel 1 erneut drunter und drüber. Beim Qualifying für das letzte Sprintrennen des Jahres sorgte ein "menschlicher Fehler" für Frust bei einigen Fahrern.
Wie der Weltverband FIA etwas mehr als eine Stunde nach der Qualifikation bekannt gab, betraf der angesprochene Fehler den Zeitraum nach der Roten Flagge in Q1. Danach sei nach der Roten Flagge der Überholmodus "nicht verfügbar" gewesen, erklärte die FIA: "Als sich herausstellte, dass der Überholmodus nach dem Neustart nicht aktiv war, wurde er für einen Zeitraum von 27 Sekunden aktiviert, bevor er wieder deaktiviert wurde" so der Weltverband in einem Statement.
Man räumte ein, "dass dieser bedauerliche menschliche Fehler Auswirkungen auf die Leistung bestimmter Fahrzeuge hatte, je nach dem Zeitpunkt ihrer Runde und ihrer Position im Rennverlauf".
Zur Roten Flagge war es nach einem heftigen Einschlag von Sergio Perez gekommen. Nach diesem waren Teile des Frontflügels des Cadillacs auf der Strecke verteilt gewesen.
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Sainz macht seinem Unmut Luft
Einer der großen Verlierer des Problems war Carlos Sainz. Der Spanier war in seinem Williams am Ende Letzter geworden und hielt sich mit seinem Unmut nicht zurück. "Die Hälfte der Autos fuhr eine Runde mit einem um eine halbe Sekunde schnelleren Motor als die anderen. Es gab erneut ein Softwareproblem", so Sainz.
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"Aus welchem Grund auch immer entschied sich die FIA nicht für sportliche Fairness und war damit einverstanden, das Qualifying mit der Hälfte der Autos mit höherer Leistung durchzuführen." Er sei "etwas verwirrt, warum in diesem Sport immer wieder unterschiedliche Vorgehensweisen gewählt werden, je nachdem, wer in Q1 oder in Runde eins auf der Strecke ist".
In seiner Kritik nahm der Spanier Bezug auf die Geschehnisse vor dem Rennen in Malaysia am vergangenen Wochenende. Aufgrund spezieller Regen-Einstellungen hatten zahlreiche Autos auf der Formationsrunde nicht mehr beschleunigen können oder waren gar stehengeblieben. Erst nach einer Softwareanpassung konnte das Rennen mit anderthalb Stunden Verzögerung beginnen.




