Christian Horner wurde im Sommer 2025 von seinem langjährigen Arbeitgeber Red Bull vor die Tür gesetzt. Genaue Gründe hatte der Formel-1-Rennstall damals nicht mitgeteilt. Noch immer ist dem Briten selbst nicht ganz klar, warum er gehen musste. Eine konkrete Vermutung hat er aber.
Über ein Jahr nach seinem Rauswurf bei Red Bull sind dem ehemaligen Teamchef Christian Horner die genauen Gründe unbekannt.
"Ich glaube, das Unternehmen wollte einfach in eine andere Richtung gehen, oder vielleicht wurde wahrgenommen, dass ich zu viel Einfluss auf das Team hatte", meint Horner nun in einem Interview mit "Autosport": "Und natürlich war das Leben nach dem Tod von Dietrich [Mateschitz, Anm. d. Red.] innerhalb des Konzerns ganz anders."
Der Red-Bull-Mitbegründer hatte Horner einst im Jahr 2005 zum Teamchef des Formel-1-Rennstalls gemacht. In den folgenden 20 Jahren gelangen Red Bull unter Horner in der Formel 1 zahlreiche Erfolge. Zwischen 2010 und 2013 gewann man vier Mal in Folge die Konstrukteursweltmeisterschaft in der Königsklasse, auch in den Jahren 2022 und 2023 stand man ganz oben an der Spitze.
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Horner würdigt Mateschitz: "Danach war es einfach anders"
In den Monaten vor seiner Entlassung war der 52-Jährige jedoch in die Negativschlagzeilen geraten, als ihm eine damalige Mitarbeiterin Machtmissbrauch und unangemessenes Verhalten vorwarf. Den darauf folgenden internen Untersuchungen bei Red Bull hielt Horner stand. Zugleich mehrten sich Unstimmigkeiten im Team, die womöglich auch Auswirkungen auf die sportlichen Leistungen hatten.
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Horner würdigte nun ausdrücklich die Arbeit von Mateschitz, der den Rennstall jahrelang zusammengehalten hatte. "Es ist leicht zu unterschätzen, was er tatsächlich für die Welt des Motorsports getan hat", so der Brite: "Wenn man also einen solchen Gründer verliert, hinterlässt das zwangsläufig eine Lücke, und es ist einfach anders."
Mit dem Tod des Österreichers setzte ein Wandel ein: "Danach war es einfach anders. Plötzlich gab es viel mehr Gremien- und Konzernsteuerung als vielleicht bei einem einzelnen Gründer und dem Entscheidungsprozess, an den wir uns gewöhnt hatten."
In der Formel 1 hat Christian Horner noch nicht wieder Fuß gefasst. Mehrfach hat der Ex-Red-Bull-Teamchef aber betont, als Anteilseigner eines Rennstalls in die Königsklasse zurückkehren zu wollen.




