Weil die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in den ersten Länderspielen unter Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp ohne Kapitän Joshua Kimmich den besseren Eindruck machte, wird über die Zukunft des Stars des FC Bayern im DFB-Dress diskutiert. Dietmar Hamann glaubt, dass der 31-Jährige das Nationalteam nicht mehr allzu lange als Spielführer auf das Feld führen wird.
Nach den ersten Länderspielen unter Jürgen Klopp zählt Joshua Kimmich in der Nationalmannschaft zu den Verlierern. Längst gibt es Stimmen, die sogar seine Ausbootung fordern. "Ich hätte gedacht, dass er im Sommer zurückgetreten sein soll. Er war jetzt bei fünf Turnieren, davon sind wir viermal früh ausgeschieden. Wie viele Chancen will er denn noch haben?", sprach sich Dietmar Hamann am Sonntag bei "RTL/Sky Sport" für ein Aus aus.
Dass der Mittelfeldspieler des FC Bayern "Fußball spielen kann, da brauchen wir ja gar nicht drüber zu reden", legte der Ex-Profi nach, schob allerdings hinterher: "Nichtsdestotrotz haben der jetzige Barcelona-Trainer, der jetzige englische Nationaltrainer und der letzte Bundestrainer Julian Nagelsmann, ihn alle auf Rechtsverteidiger gestellt." Wäre der 31-Jährige "weltklasse", hätte es diese Umstellung nicht gegeben, argumentierte Hamann.
Hamann sieht Kimmich nicht als DFB-Kapitän der Zukunft
Das zentrale Mittelfeld, wo der DFB-Kapitän beim FC Bayern und zuletzt auch unter Jürgen Klopp im Nationalteam gesetzt war, sei "der Maschinenraum, da werden Spiele gewonnen und verloren. Drei Trainer mit herausragenden Fähigkeiten haben ihn alle rechts hinten hingestellt. Und jetzt will mir einer sagen, dass er Weltklasse in der Mitte ist", wurde der 53-Jährige am Sonntag weiter deutlich.
Für den Ex-Nationalspieler steht daher "außer Frage, dass, wenn wir morgen ein EM-Finale spielen würden, Aleksander Pavlovic und Felix Nmecha in der Mitte beginnen würden". Dass Kimmich dann weiterhin die DFB-Elf als Kapitän aufs Feld führen wird, kann sich Hamann nicht vorstellen: "Ich glaube, dass sich die Kapitänsfrage dann irgendwann von selbst erledigt, weil andere spielen werden."
Im Duell mit Serbien (2:0) und dem Rückspiel gegen die Griechen (0:0) sorgten Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof in Abwesenheit Kimmichs im Mittelfeld für deutlich mehr Dynamik. Die nächsten Länderspiele stehen im November an. Dann warten zunächst Serbien (13. November) und drei Tage später die Niederlande auf das DFB-Team.









