Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer der A-Nationalmannschaft. Bei seiner offiziellen Vorstellung versprühte der Nachfolger von Julian Nagelsmann sogleich Aufbruchstimmung. Zugleich schwor er die Medienlandschaft ein - inklusive Ansage.
Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp ist direkt mit einer Warnung an die Pressevertreter in seine neue Aufgabe gestartet. Zwar sei eine "Riesenehre", das Amt zu übernehmen, auch werde er "sehr gut" bezahlt: "Aber an dem Tag, an dem ihr das nicht mehr wollt, sagt ihr das und ich bin weg. Ohne Abfindung."
Klopp legte nach: "Wenn ihr morgen sagt: 'Der ist scheiße', dann bin ich weg. Also nicht einzelne, es sollten schon mehr sein. Wenn der DFB sagt, dass wir so nicht weitermachen, bin ich weg. Wenn ihr euch daneben benehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg. Um es klarzumachen."
Er übernehme den Job nämlich, "obwohl" er mitbekommen habe, wie schwer es für seinen Vorgänger Julian Nagelsmann mitunter war. "Das ist das Einzige, was ich verlange: Kritisiert mich, wenn etwas funktioniert oder nicht funktioniert. Ihr müsst mich nicht zu sehr loben, wenn etwas funktioniert - das sollte selbstverständlich sein. Wenn etwas nicht funktioniert, bin ich gerne bereit, daran zu arbeiten. Ihr müsst mir nur glauben, dass es nur um die Sache geht. Jürgen Klopp hat keine Karriere nach der Nationalmannschaft. Das ist idealerweise der Höhepunkt meines beruflichen Lebens."
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Der ehemalige Erfolgstrainer von Mainz 05, Borussia Dortmund und dem FC Liverpool zeigte sich zudem überrascht, wie viele Details in den vergangenen Tagen und Wochen an die Öffentlichkeit gelangt waren.
Jürgen Klopp: "... dem kann ich natürlich nicht helfen"
Er sei nun knapp zwei Jahre "raus aus dem aktiven Leben mit den Medien", so Klopp: "Und ich kann nicht sagen, dass ich es vermisst hätte. Ich habe mich aber der Situation ausgesetzt und war dann schon überrascht - nicht verärgert, noch nicht -, wie viel so schnell herauskam. Auf dem Weg, auf den wir uns einigen müssen, wäre es hilfreich, wenn wir 'richtig' vor 'schnell' stellen bei der Berichterstattung."
Der 59-Jährige betonte in Frankfurt aber zugleich, mit den Medienvertretern zusammenarbeiten zu wollen: "Auf diesem Weg, den wir idealerweise gemeinsam einschlagen, werden wir euch auch brauchen. Deswegen sind wir heute hier und haben die Gelegenheit, uns auf den neuen Weg einzuschwören. Wem es egal ist, wie es mit dem deutschen Fußball weitergeht, dem kann ich natürlich nicht helfen. Wem es nicht egal ist, muss einen gewissen Auftrag erfüllen."
Klopp hat seinen Vertrag bei Red Bull aufgelöst und beim Deutschen Fußball-Bund bis zum Sommer 2030 unterschrieben.












