Nach sieben Siegen aus sieben Spielen ist die Erfolgsserie von Hertha BSC gerissen: Ausgerechnet beim bisherigen Tabellenschlusslicht Holstein Kiel kamen die Berliner nicht über ein 0:0 hinaus und ließen damit erstmals in dieser Zweitliga-Saison Punkte liegen.
Durch das torlose Remis verpasste die Hertha den alleinigen Startrekord der 2. Bundesliga, der weiterhin bei Hannover 96 liegt – die Niedersachsen hatten in der Spielzeit 1986/87 ihre ersten acht Begegnungen gewonnen.
"Es würde mich wahnsinnig freuen, wenn dieser Rekord in Verbindung mit meinen Jungs gebracht wird", hatte Berlins Trainer Stefan Leitl vor dem Spielbeginn bei "Sky" gesagt. Sein Team kam auf dem Rasen zunächst allerdings nur sehr schwer in Tritt. Die Hauptstädter waren in der umkämpften Partie zwar das bessere Team, doch Oluwaseun Adewumi fehlte in der 11. und 15. Minute die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.
Kurz nach der Pause hätte Adrian Kapralik in der 48. Minute sogar die Chance, die Norddeutschen in Führung zu bringen. Vor dem gegnerischen Kasten fehlt den Kielern 2026/27 bislang allerdings auch das nötige Fortune. Sieben Tore nach acht Spieltagen unterbot man zuletzt 1995/96. Damals traf man in der Regionalliga Nord nur fünfmal. Am Ende stieg man ab.
Hertha BSC bleibt Tabellenführer
Durch das torlose Remis bleibt Holstein Kiel zwar das einzige Team der Liga ohne Sieg. Der Punktgewinn ist für den zuletzt in der Kritik stehenden Trainer Tim Walter dennoch ein unerwarteter Erfolg, der ihm zumindest etwas Luft verschaffen könnte. In der Tabelle kletterten die Kieler Störche zumindest bis Sonntag auf den 16. Platz.
"Ein Sieg wäre mehr als verdient gewesen. Aber so ist Fußball. Die zweite Hälfte war klar auf unserer Seite. Leider haben wir uns nicht belohnt", sagte Leitl nach Abpfiff bei "Sky" und meinte in Richtung von Kiel-Coach Tim Walter: "Ich hoffe, dass er Trainer bleibt."
Hertha BSC wird hingegen trotz des Unentschiedens als Tabellenführer in den nächsten Spieltag gehen. Denn im Parallelspiel kam der ärgste Verfolger 1. FC Nürnberg gegen Energie Cottbus nicht über ein 1:1 hinaus.
Ex-BVB-Talent Justin Butler brachte Cottbus in der 56. Minute in Führung, Styopa Mkrtchyan glich nach 79 Minuten für die gegen Ende der Partie stärker werdenden Clubberer aus.
Bitter aus Sicht des FCN: Mohamed Ali Zoma, mit sieben Treffern bisher bester Torjäger der Liga, musste in der ersten Halbzeit (33. Minute) verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
In der Tabelle bleibt Nürnberg mit 18 Punkten Zweiter, Hertha grüßt mit 22 Zählern von der Spitze.



























