Oliver Kahn warnt Torwart-Idol Manuel Neuer vom FC Bayern davor, den richtigen Moment für den Absprung und das Karriereende zu verpassen.
"Ich kann jetzt niemandem etwas empfehlen, das kann der Mensch nur selbst entscheiden", sagte Kahn in der "Sky“-Show "Triple – der Hagedorn-Fußballtalk". "Dinge wie: Wann höre ich auf, wann trete ich zurück? Du ersparst dir bestimmte Situationen. Das sind genau die Situationen, die sich jetzt auch irgendwie eingestellt haben. Jetzt nochmal bei der Fußball-Weltmeisterschaft mitzumachen, die ja auch, vorsichtig ausgedrückt, kein großer Erfolg war."
Kahn blickte in diesem Zusammenhang auf seinen eigenen Karriereherbst zurück: "Wenn man 36, 37, 38 wird, braucht der Körper länger zur Regeneration. Es passiert hier und da mal ein Fehler. Das Mentale, dieses ständige auf 100 Prozent laufen, irgendwann kriegst du es nicht mehr hin, auch wenn du es willst."
Neuer hatte zuletzt beim 2:2 des FC Bayern in der Bundesliga beim FC Augsburg gepatzt. Daraufhin entbrannte die Debatte, ob es im Tor des deutschen Rekordmeisters zeitnah zu einer Wachablösung kommen sollte.
Eine solche Diskussion "kann man sich ersparen", betonte Kahn. "Man muss irgendwann für sich selbst entscheiden: 'Was ist mir jetzt wichtige? Meiner Leidenschaft so lange wie möglich nachzugehen? Oder zu sagen: Ne, ich möchte schon an dem Punkt abtreten, wo die Menschen sagen, er kann doch eigentlich noch 2, 3 Jahre machen.'"
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Irgendwann, ergänzte der 57 Jahre alte Ex-Keeper mit Blick auf Neuer sei es "nicht mehr seine eigene Entscheidung, sondern die Entscheidung anderer".
FC Bayern wohl weiter ohne Manuel Neuer
Aktuell muss Neuer wegen einer Fußverletzung aus dem FCA-Spiel aussetzen. Der FC Bayern muss wohl auch im Kracher gegen RB Leipzig am Samstag (18:30 Uhr/Sky) auf den 40-Jährigen verzichten.
"Ich möchte nicht die Rolle eines Arztes übernehmen", sagte Trainer Vincent Kompany. "Es ist am Fuß, nicht am Oberschenkel oder an der Schulter. Es wird nicht so lange dauern. Ob es morgen oder nächste Woche ist, schauen wir mal. Er soll erst mal ein besseres Gefühl bekommen und trainieren, wenn er kann, dann ist diese Phase auch wieder vorbei."
Als Neuers Vertreter für das Duell mit RB stünde abermals Neu-Nationaltorhüter Jonas Urbig parat.




























