Im Sommer 2024 gelang dem FC Bayern mit der Verpflichtung von Lena Oberdorf vom VfL Wolfsburg ein echter Transfercoup. Noch ehe die Mittelfeldspielerin ihr Debüt für die Münchner feiern konnte, zog sie sich bei einem Länderspiel allerdings einen Kreuzbandriss zu. Das Comeback in der Saison 2025/26 verlief verheißungsvoll, ehe der nächste Kreuzbandriss für Schockstarre sorgte. Inzwischen ist Oberdorf wieder auf den Rasen zurückgekehrt. Ein Comeback im DFB-Team wird aber noch auf sich warten lassen.
Wie kompliziert die Situation von Lena Oberdorf ist, wurde unlängst noch einmal deutlich. Nachdem die 24-Jährige am 2. und 3. Spieltag der Frauen-Bundesliga zwei Kurzeinsätze für den FC Bayern absolvierte und dabei sogar einen Treffer vorbereitete, musste sie erneut aussetzen, da das so oft lädierte Knie eine Reaktion zeigte.
Dennoch scheint klar: Oberdorf befindet sich auf dem richtigen Weg und hat in ihren langen Verletzungspausen nichts von dem Können verlernt, das ihr bereits eine Nominierung für den Ballon d'Or féminin einbrachte.
Das ist auch Nationaltrainer Christian Wück bekannt. Der Coach der DFB-Frauen enthüllte nun, dass er auf einen behutsamen Umgang mit Oberdorf setzt.
DFB-Coach will Oberdorf 2026 "komplett in Ruhe lassen"
2026 werde man Oberdorf "komplett in Ruhe lassen", betonte Wück. Oberdorf solle sich auf den FC Bayern konzentrieren und schauen, dass sie wieder die Fitness für 90 Minuten bekommt.
Im Februar 2027 wolle man dann erneut den Austausch suchen und schauen, ob Oberdorf mit Blick auf die WM im Juni eine Option sein kann. Die "Bild" schreibt in diesem Zusammenhang von einem "WM-Geheimplan" mit der Vize-Europameisterin von 2022.
Dass Wück Oberdorf mit offenen Armen empfangen würde, steht außer Frage: "Wir müssen uns nicht über die Qualität von Lena Oberdorf unterhalten. Sie hat in den zwei Spielen, die sie für Bayern gespielt hatte, gezeigt, welche Klasse in ihr steckt", so der Bundestrainer: "Lena hat eine Qualität, die wir in der Nationalmannschaft gut gebrauchen können."








