Obwohl Niko Kovac den BVB in der abgelaufenen Bundesliga-Saison zur souveränen Vize-Meisterschaft geführt hat, ist der Cheftrainer bei den Fans der Schwarz-Gelben keinesfalls unumstritten. Mit seiner wenig berauschenden Spielweise kommt der Kroate bei Borussia Dortmund nicht überall gut an. Die Klub-Bosse halten dennoch an ihrem Plan fest, den Coach langfristig zu binden.
Im Saisonendspurt hatten bereits die "Ruhr Nachrichten" und "Bild" übereinstimmend vermeldet, dass die Dortmunder Verantwortlichen in Gespräche mit Niko Kovac und seinem Management einsteigen. Dabei soll es von Vereinsseite eine klare Tendenz und Zielrichtung geben: Kovacs noch bis 30. Juni 2027 datierten Vertrag zu verlängern. Damit, heißt es, soll die aufflammende Trainerdebatte im Umfeld schon im Keim erstickt werden.
Am Westfalenstadion stellt sich die Frage nach dem ehemaligen Bayern-Coach aber sowieso nicht. "Wir haben intern bereits gesprochen und sind da ganz entspannt, weil wir ein sehr großes Vertrauensverhältnis haben", erklärte Geschäftsführer Lars Ricken im Gespräch mit der "Sport Bild" auf Nachfrage zu einer Vertragsverlängerung mit dem 54-jährigen Übungsleiter, der Anfang 2025 beim BVB übernahm.
Zwischen der Führungsetage und Kovac herrsche "große gegenseitige Wertschätzung, um die nächsten Schritte gemeinsam zu gehen", legte der Ex-Profi nach: "Mir ist Konstanz auf dieser Position sehr wichtig. Schauen Sie mal auf andere Klubs in der Bundesliga: Die hatten teilweise drei oder gar vier Trainer, seitdem Niko bei uns ist." Das sieht auch Sportdirektor Ole Book so.
Ändert Niko Kovac beim BVB sein Spielsystem?
"Der Austausch ist da sehr gut und sehr intensiv. Ich habe den Eindruck, dass wir in die gleiche Richtung marschieren", sagte der Kehl-Nachfolger über die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Nationalspieler Kroatiens, der für seine defensiv orientierte Spielweise bei vielen BVB-Fans in der Kritik steht. Änderungen an der Spielweise wird es zur neuen Spielzeit aber wohl eher nicht geben.
"Wir werden in der nächsten Saison eher im jetzigen System spielen", kündigte Book an: "Das wird die Basis sein. Weil wir damit sehr erfolgreich sind und es nicht damit getan ist, zu sagen: Wir holen jetzt zwei Flügelspieler und können dann dauerhaft mit einer Viererkette spielen. Das ist ein Irrglaube. Wir bräuchten einen massiven Einschnitt in der Kaderstruktur und ganz andere Spieler, um dauerhaft in einem anderen System zu spielen."
Aktuell fühle sich die BVB-Defensive "mit unserer aktuellen Ausrichtung sehr wohl", legte der Neuzugang von der SV Elversberg nach: "Und ich denke, sie entspricht ihren Stärken. Ich glaube aber, dass wir durchaus flexibler werden können, um in einzelnen Spielen oder Situationen auch mal umstellen zu können. Auch da sind wir im engen Austausch mit Niko."




























