Der FC Bayern setzte in der komplizierten Causa Davies auf eine offene und ehrliche Kommunikation mit dem kanadischen Fußballverband.
Man wolle gemeinsam mit Alphonso Davies und den kanadischen Verantwortlichen "den besten Weg finden", betonte Bayern-Sportchef Max Eberl am Freitag auf der Spieltags-PK des deutschen Rekordmeisters.
Davies hatte sich kurz vor dem Saisonfinale einmal mehr eine Verletzung zugezogen. Nach seinem Kreuzbandriss im März 2025 wurde diesmal der Oberschenkel in Mitleidenschaft gezogen. Die medizinische Abteilung der Münchner geht laut "Bild"-Angaben von einer Ausfallzeit von rund sechs Wochen aus. Damit wäre eine WM-Teilnahme des Abwehrspielers ausgeschlossen.
Der kanadische Verband wiederum soll von einer deutlich kürzeren Ausfallzeit ausgehen. Dort besteht noch immer die Hoffnung, dass Davies bis zur Endrunde fit wird. Die unterschiedlichen Standpunkte von Verein und Verband machen sie Sache kompliziert.
FC Bayern will alle Davies-Hebel in Bewegung setzen
Eberl versicherte nun, eine weitere Eskalation mit Kanadas Verband verhindern zu wollen. Man werde "gemeinschaftlich alles tun, dass er vielleicht die Möglichkeit hat. Aber dazu muss er gesund werden", sagte er.
Wegen der Kreuzbandverletzung, die sich Davies im März 2025 zugezogen hatte, war es zwischen den Münchnern und der Canadian Soccer Association zu einem heftigen Streit gekommen. Die Bayern hatten dem Verband vorgeworfen, den angeschlagenen Davies im unbedeutenden Spiel um Platz drei der CONCACAF-Nations-League gegen die USA eingesetzt zu haben. Zudem hatten die Kanadier zunächst Entwarnung gegeben. Die Schwere der Verletzung war erst in München diagnostiziert worden. Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen hatte deshalb sogar mit juristischen Schritten gedroht.
Co-Gastgeber Kanada startet am 12. Juni gegen Bosnien-Herzegowina ins Turnier. Weitere Gruppengegner sind Katar (19. Juni) und die Schweiz (24. Juni).





























