Dank starker Leistung gewannen Laura Siegemund und ihre russische Doppelpartnerin Vera Zvonareva am Montag beim Masters von Rom ihr Auftaktmatch gegen die Japanerin Miyu Kato und die Slowenin Andreja Klepac. Nach dem Sieg war der Deutschen allerdings gar nicht zum Jubeln zumute. Die Tennis-Fans auf den Rängen sorgten bei Siegemund für Missstimmung.
Nach rund 1:53 Stunden nutzten Siegemund/Zvonareva ihren vierten Matchball, um den knappen 7:5-7:6-Sieg gegen Kato/Klepac unter Dach und Fach zu bringen. Das Sportliche rückte nach dem Spiel allerdings schnell in den Hintergrund.
"Das sind Leute, die brauchen echt einen Arzt. Da tut es mir echt leid. Ich hatte das auch gestern bei meinem Einzel. Das macht alles so kaputt", wetterte Siegemund im Anschluss an ihre Partie bei "Sky Sport". "Die Leute kommen mitten im Spiel und schreien rein. Sorry, das sind Leute, die müssen von der Security abtransportiert werden. Die gehören nicht auf so eine Tennis-Anlage."
Während des Duells kam es immer wieder zu lautstarken Zwischenrufen, einen Zuschauer stellte Siegemund nach dem Matchall direkt zur Rede. Eine Szene, die man in den vergangenen Tagen mehrfach auch bei anderen Spielen registrieren konnte.
"Das macht alles kaputt, ich finde sowas echt beängstigend"
"Es sind coole Fans da, es sind viele Kids da. Es gibt Leute, die wirklich die Spieler unterstützen und dann sind wirklich diese Idioten da, die wetten und die sich so verhalten, dass es über alle Grenzen hinweggeht. Die reden Sachen rein, das hat nichts mehr mit Respekt zu tun. Das macht alles kaputt, ich finde sowas echt beängstigend", führte Siegemund weiter aus, was sie so sehr auf die Palme bringt.
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Sie sei "immer für gute Stimmung" und liebe es, "vor einer geilen Atmosphäre zu spielen, aber das hat damit nichts mehr zu tun. Da kommt eine Gruppe völlig Gestörter, schreit rein, labert dich beim Seitenwechsel zu. Die Leute gehören runter von der Anlage. Die gehören hier nicht hin".
Sie habe von einer Situation erfahren, in der jemand während eines Matches "völlig ausgerastet" sei, da er fünf Euro verloren hat. "Da frage ich mich, was ist mit einem, der 500 Euro verloren hat. Da bekomme ich echt Angst."
"Das sind die Leute, die dir auf Instagram schreiben: 'Ich bringe deine ganze Familie um!', 'Ich wünsche deiner ganzen Familie, dass sie an Krebs stirbt'." Das Geschehen sei "schockierend" und trete "immer in Rom" auf. "Auf anderen Turnieren ist das nicht so. Ich will nur noch nach Hause", so die 38-Jährige weiter.
Den "Geisteskranken", die "kein Gefühl für den Sport" hätten und mitten in den Ballwurf reinschreien würden, sollte man als erste Konsequenz das Ticket wegnehmen.











