Bei Fußball-Zweitligist Hertha BSC wurden in den vergangenen Jahren bereits Erfahrungen mit externen Geldgebern wie der Tennor Holding (2019 bis 2023) und 777 Partners (Einstieg 2023) gemacht. Geschäftsführer Peter Görlich wurde in einem Interview nun nach Argumenten gefragt, mit denen er künftige Investoren von einem Einstieg beim Hauptstadtklub überzeugen könnte.
Görlich führte im Gespräch mit der "Bild" aus, warum sich ein Engagement bei Hertha BSC für einen potenziellen Investoren auch weiterhin löhnen könnte.
"Er hat hier die Möglichkeit, gemeinsam mit engagierten Menschen und leidenschaftlichen Fans etwas aufzubauen, was der Stadt guttut und sie verdient hat", so Görlich in dem Zeitungsinterview.
Für den Klubboss steht fest: Hertha bietet nicht nur viel Tradition, sondern auch großes Entwicklungspotenzial in einer der größten Metropolen Europas.
Dabei hob Görlich besonders das Entwicklungspotenzial hervor: "Er kriegt einen Partner, der weiß, wie er funktionieren will. Und der gemeinsam mit einem Investor Möglichkeiten aufbauen kann, die in Fußballdeutschland ihresgleichen suchen."
Ein klares Signal: Die Alte Dame sieht sich als attraktives Projekt mit Perspektive, trotz der sportlich und wirtschaftlich turbulenten vergangenen Jahre.
Hertha BSC muss erneut Balanceakt meistern

Denn die Realität zeigt, wie wichtig Investoren bereits waren. In der Vergangenheit flossen schätzungsweise fast 500 Millionen Euro in den Verein. Dies kam einem finanziellen Rettungsanker gleich, ohne den es Hertha BSC womöglich schon längst nicht mehr als Profi-Klub in der 2. Bundesliga geben würde.
Gleichzeitig sorgt genau dieses Thema im Umfeld des Klubs immer wieder für Spannungen. Besonders die Fanszene steht Investoren kritisch gegenüber. Ein Transparent mit der Aufschrift "Ostkurve Hertha BSC gegen Investoren" wurde über Jahre hinweg zum Symbol dieser Haltung.
Für Görlich ist das Teil eines notwendigen Dialogs: "Wir müssen akzeptieren, dass es Ansichten gibt, die wir nicht auf den ersten Blick verstehen." Der Hertha-Geschäftsführer setzt deshalb auf Austausch statt Konfrontation: "Man darf aber mit der Kurve diskutieren, was damit gemeint ist. Diese Diskussion wird kommen."
Ein Balanceakt zwischen Tradition und wirtschaftlicher Notwendigkeit, den Hertha BSC zum wiederholten Male meistern muss.






























