Ex-Nationalspieler Mario Basler geht auf Konfrontationskurs mit dem DFB und hat einen verbalen Frontalangriff auf Bundestrainer Julian Nagelsmann gestartet.
Der Europameister von 1996 echauffierte sich in seinem Podcast "Basler ballert" in scharfen Worten vor allem darüber, dass der Bundestrainer bei den Nominierungen für die bevorstehenden Länderspielen gegen die Schweiz (27. März ab 20:15 Uhr live bei RTL) und Ghana (30. März) auch Antonio Rüdiger wieder berücksichtigt hat, der in der jüngeren Vergangenheit mehrfach mit Fouls oder Disziplinlosigkeiten im Trikot von Real Madrid aufgefallen war.
Erst vor wenigen Wochen kam es in der spanischen La Liga zu einem groben Foulspiel des Innenverteidigers, der bei Mario Basler für völliges Unverständnis sorgte: "Das ist kein normales Foul mehr. Das ist eine Aktion, bei der du in Kauf nimmst, deinen Gegenspieler zu verletzen", so der ehemalige Mittelfeldspieler unter anderem von Werder Bremen und des FC Bayern.
Dass der Starspieler von Real Madrid dennoch weiter Teil der Nationalmannschaft ist, kann Basler laut eigener Aussage überhaupt nicht mehr nachvollziehen und richtete seine Kritik daher direkt an den Verband: "Ich kann den DFB und die handelnden Personen mittlerweile nicht mehr für ernst nehmen. Was da passiert, passt für mich nicht mehr zu den Werten, die man immer nach außen vertreten will."
Basler: "Thema DFB ist für mich erledigt"
Besonders heftig fällt seine Abrechnung mit Bundestrainer Julian Nagelsmann aus. Der Bundestrainer hatte Rüdiger öffentlich verteidigt, was für für Basler ein absolutes No-Go bedeutete: "Nagelsmann verteidigt das – und genau das ist für mich das größte Problem an der ganzen Sache." Und weiter: "Ich fühle mich von Julian Nagelsmann belogen. Die Aussagen, die er früher getroffen hat, und das, was jetzt passiert, passen für mich überhaupt nicht zusammen."
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Auch grundsätzlich stellt Basler die Linie des DFB infrage. "Wenn du solche Aktionen durchgehen lässt, verlierst du jede Glaubwürdigkeit als Verband", warnte er. Vielmehr forderte der 30-malige deutsche Nationalspieler klare Konsequenzen. Für Basler steht fest: "Ein Nationalspieler muss auch Vorbild sein. Das gehört einfach dazu."
Sein Fazit fällt vernichtend aus: "Das Thema DFB ist für mich erledigt. Ich werde mir das genau anschauen, aber glauben werde ich denen erst mal nichts mehr."










