Vor dem Rückspiel gegen Real Madrid in der Allianz Arena könnte der FC Bayern einen Uralt-Rekord verbessern. Trainer Vincent Kompany aber geht es um etwas anderes.
Nach Real Madrid ist vor Real Madrid, dazwischen aber könnte der FC Bayern so ganz nebenbei einen Rekord für die Ewigkeit verbessern. Bereits 100 Tore haben Harry Kane und seine Kollegen in den bislang erst 28 Spielen erzielt - die bald 54 Jahre alte Saisonbestmarke liegt bei 101 Treffern, aufgestellt vom deutschen Rekordmeister selbst.
Keine Frage: Coach Vincent Kompany hat der Mannschaft eine Gier nach Toren eingepflanzt. Auf St. Pauli müssen die Münchner am Samstag (18:30 Uhr/Sky) nur ihren bisherigen Schnitt von 3,571 Toren pro Spiel einhalten, um den Rekord aus der Saison 1971/72 zu verbessern. Nur sechsmal erzielten sie bisher weniger als drei Treffer, lediglich einmal gelang ihnen nur ein einziger (1:2 gegen den FC Augsburg).
Hauptverantwortlich für die historische Torflut ist das magische Trio im Angriff: Kane (31 Tore/7 Vorlagen), Michael Olise (11/21) und Luiz Díaz (15/14) weisen gemeinsam 99 Torbeteiligungen in der Bundesliga auf. Alle drei kamen dabei nur in 26 Spielen zum Einsatz. Sie sind zu dritt sogar viel besser, als es das Dreigestirn aus Robert Lewandowski, Franck Ribéry und Arjen Robben einst war.
FC Bayern mit "viel Respekt für St. Pauli"
"Das Wichtigste", so Kompany, seien die "drei Punkte", und darüber hinaus "viel Respekt für St. Pauli." Bei der Vorbereitung auf den kommenden Gegner hat er festgestellt: "Es ist manchmal schwer zu verstehen, warum sie da unten stehen. Es gibt nicht viel Unterschied zu Teams, die fünf oder sechs Plätze höher stehen. Die verteidigen sehr gut, man muss nicht über einen Torrekord sprechen."
Also, Konzentration auf das Wesentliche - ganz egal auch, wer nun gegen St. Pauli von Beginn an spielt. "Ich will", betonte Kompany, "eine Mannschaft haben, die genauso gefordert wird, wie die gegen Madrid, die die Konzentration, Motivation und Intensität hat wie gegen Madrid."































