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Lautstarke Pfiffe in Kaunas

Belgrads Basketballer verweigern Anti-Kriegs-Protest

Roter Stern Belgrad sorgte in der EuroLeague für mächtig Ärger
Roter Stern Belgrad sorgte in der EuroLeague für mächtig Ärger
Foto: © Karolis Kavolelis via www.imago-images.de
04. April 2022, 11:54
sport.de
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Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine haben sich zahlreiche Sport-Stars gegen die Invasion ausgesprochen. In der Basketball-EuroLeague sorgte Roter Stern Belgrad am Sonntag für Aufsehen, da sich die Spieler offenbar weigerten, ein Transparent gegen den Krieg hochzuhalten.

Aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine wurden ZSKA Moskau, Unics Kazan und Zenit St. Petersburg aus dem laufenden Wettbewerb der Basketball-EuroLeague ausgeschlossen. Die restlichen 15 Teams setzen die Saison derweil fort. Am Sonntag kam es dabei zum Aufeinandertreffen zwischen Zalgiris Kaunas und Roter Stern Belgrad.

Statt des knappen 103:98-Erfolgs der Litauer wurde im Anschluss aber vielmehr über eine Szene gesprochen, die sich unmittelbar vor dem Spielbeginn ereignete. So hielten die Spieler von Zalgiris Kaunas gemeinsam mit den Schiedsrichtern auf dem Parkett auf Plakat hoch, auf dem "Stop War" ("Stoppt den Krieg", Anm. d. Red.) zu lesen war. Im Hintergrund war die Fahne der Ukraine abgebildet.

Die Belgrader Spieler beteiligten sich hingegen nicht an der Aktion, was von den litauischen Fans mit lautstarken Pfiffen quittiert wurde.

Belgrad-Trainer vermeidet klare Aussage

Belgrads Cheftrainer Dejan Radonjic wollte sich nach der Partie nicht zum Vorfall äußern. "Ich hoffe wirklich, dass bald Frieden eintritt", wird der Montenegriner von "basketnews.com" zitiert.

Auf die Frage, was er zur Reaktion der litauischen Fans sage, hielt sich Radonjic ebenfalls bedeckt. "Das ist keine Frage für mich", antwortete der 52-Jährige, der von 2018 bis Anfang 2020 den FC Bayern trainiert hatte.

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Kaunas-Coach Jure Zdovc nahm die Belgrader Spieler anschließend zum Teil in Schutz. "Jeder hat seine eigene Meinung. Gleichzeitig glaube ich, dass es nicht ihre (Spieler oder Trainer, Anm. d. Red.) persönliche Meinung ist. Es kommt von oben, was getan werden muss", vermutete der 55-Jährige eine Vorgabe seitens der serbischen Vereinsführung.

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