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Brügge sehen - und sterben? RB kämpft ums Überwintern

Jesse Marsch gastiert mit RB Leipzig beim FC Brügge
Jesse Marsch gastiert mit RB Leipzig beim FC Brügge
Foto: © Thomas Voelker via www.imago-images.de
23. November 2021, 10:27

RB Leipzig kämpft in der Champions League um Schadensbegrenzung. Für ein Überwintern im Europapokal ist ein Erfolg beim FC Brügge zwingend notwendig.

Brügge sehen - und sterben? Vor dem Endspiel um Platz drei in der Gruppenphase der Champions League wächst die Anspannung bei RB Leipzig. Beim FC Brügge ist am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) ein Sieg Pflicht - sonst verspielt der ambitionierte Vizemeister selbst die Qualifikation für die Europa League.

Aus finanziellen Gründen und für das Prestige hat das Überwintern im Europapokal für Leipzig oberste Priorität. "Und wir Spieler wollen natürlich unbedingt weiter international spielen", sagte Torhüter Peter Gulacsi im kicker: "Wir haben einen großen Kader, können also mit der Doppelbelastung gut umgehen."

Dass RB als Schlusslicht der Gruppe A mit dem Rücken zur Wand steht, liegt nicht zuletzt an Brügge. Durchaus unerwartet hatten die Belgier Ende September in Leipzig gewonnen (2:1). Ein Überraschungssieg gegen Paris Saint-Germain, mit dem RB die Pleite wettgemacht hätte, blieb trotz guter Leistungen gegen Lionel Messi und Co. aus.

So ist Leipzig (ein Punkt) in Brügge (4) zum Handeln gezwungen, denn: Bei einem Remis würden die Sachsen den wichtigen direkten Vergleich gegen Brügge verlieren. Leipzig muss das Spiel gestalten, einen offensiven Ansatz wählen und darf sich nicht wie im Hinspiel auskontern lassen.

Trainer Jesse Marsch steht dabei vor einer schwierigen Aufgabe, die Personalsituation in der Offensive hat sich verschärft. Beim spanischen Spielmacher Dani Olmo wurde am Montag erneut ein Muskelfaserriss im linken Oberschenkel diagnostiziert. Auch der Einsatz des Ungarn Dominik Szoboszlai (Sprunggelenk) ist fraglich. Tyler Adams fehlt wegen einer Gelb-Sperre.

Zudem gibt der jüngste Auftritt in der Bundesliga Anlass zur Sorge. Fünf Torschüsse, 41 Prozent gewonnene Zweikämpfe - die Leistung bei der TSG Hoffenheim (0:2) war indiskutabel und kam einer Arbeitsverweigerung gleich. "Das", sagte Marsch, "darf nie wieder passieren. Wille ist das Wichtigste im Fußball, den hatten wir nicht. Wir waren nicht bereit, und ich bin nicht sicher, warum."

Schwankende Leistungen sind eine Konstante unter dem Nachfolger von Julian Nagelsmann. Die Suche nach Gründen für den jüngsten Rückschlag muss Marsch schnell beenden. Zumindest an der Motivation sollte es nicht scheitern. "Die Europa League ist durch die Umstrukturierung viel interessanter geworden. Wenn man sich die Mannschaften anschaut, die wahrscheinlich weiterkommen, ist das schon ein attraktiver Wettbewerb", sagte Gulacsi. 

Die voraussichtlichen Aufstelllungen:

Brügge: Mignolet - Clinton, Nsoki, Mechele, Hendry, Sobol - Balanta, Rits - Vanaken - De Ketelaere, Dost. - Trainer: Clement

Leipzig: Gulacsi - Orban, Simakan, Gvardiol - Mukiele, Kampl, Laimer, Angelino - Nkunku, Forsberg - Silva. - Trainer: Marsch

Schiedsrichter: Davide Massa (Italien)

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