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Was spricht für, was gegen einen Transfer?

Warum der BVB Paco Alcácer (nicht) verkaufen sollte

Verlässt Paco Alcácer den BVB im Winter?
Verlässt Paco Alcácer den BVB im Winter?
Foto: © sport.de
29. Januar 2020, 09:17
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Die Zeichen zwischen Paco Alcácer und Borussia Dortmund stehen auf Abschied. Nach eineinhalb Jahren beim BVB könnte es den Spanier zurück in seine Heimat ziehen. Was spricht aus Sicht des BVB für, was gegen einen Transfer?

  • Pro: Das spricht für einen Verkauf von Paco Alcácer

Die Argumente für einen Verkauf Alcácers liegen auf der Hand. 40 Millionen Euro ruft der BVB angeblich für den Stürmer auf. Nur gut die Hälfte hatten die Schwarz-Gelben im vergangenen Sommer an den FC Barcelona überwiesen, um Alcácer nach seiner einjährigen Leihe fest zu verpflichten.

Die Einnahmen könnten die Dortmunder in neue Spieler investieren, namentlich in Emre Can. Laut "kicker" kann ein Transfer des deutschen Nationalspielers sogar nur realisiert werden, wenn ein Alcácer-Wechsel zuvor frisches Geld in die Dortmunder Kassen spült.

Zudem spricht seine hohe Verletzungsanfälligkeit gegen Alcácer. Allein in dieser Saison verpasste der Spanier sieben Pflichtspiele aufgrund von Blessuren. Für Einsätze über die volle Distanz war der 26-Jährige während seiner gesamten Dortmunder Zeit nur selten bereit.

"Wenn ich auf der Bank sitze, bin ich ein komplizierter Mensch"

Angeblich will Alcácer darüber hinaus unbedingt nach Spanien zurückkehren. Bereits im November 2019 vermied er gegenüber "Marca" ein klares Bekenntnis zum BVB: "Ich weiß nicht, wo ich spielen werde, da man nie wissen kann, was in Zukunft passieren wird. Aber ich würde wirklich gerne in Zukunft in La Liga zurückkehren."

Dass sich mit dem FC Valencia nun sein Jugendklub um ihn bemüht, soll Alcácers Wechselwunsch weiter befeuern.

Einem Spieler, der seine Zukunft bei einem anderen Klub sieht, sollte der BVB womöglich besser keine Steine in den Weg legen. Gerade da Alcácer ein Typ ist, der nur dann seine Leistung abrufen kann, wenn er das Vertrauen seines Trainers spürt. 

"Ich bin ein fröhlicher, witziger Mensch, aber wenn ich auf der Bank sitze, mag ich nichts mehr, dann bin ich ein komplizierter Typ, was mir selbst nicht gefällt", gab der sensible Angreifer im letzten Sommer gegenüber "Sky" zu.

Die Tatsache, dass das Tischtuch zwischen Alcácer und Lucien Favre längst zerschnitten sein soll, spricht also nicht dafür, den Profi in Dortmund zu halten.

  • Contra: Das spricht gegen einen Verkauf von Paco Alcácer

Sollte Alcácer tatsächlich wechseln, stünde der BVB vor einem altbekannten Problem: Favre stünde mit Neuzugang Erling Haaland nur ein etatmäßiger Stürmer zur Verfügung.

Lange lechzten die BVB-Fans nach einer zweiten Option neben Alcácer im Angriffzentrum. Zuletzt erkannten auch die Verantwortlichen diese Kaderlücke, füllten sie - und würden sie mit einem Alcácer-Transfer gleich wieder aufreißen.

Zumal der BVB mit dem Sturmduo Alcácer/Haaland und damit einem quirligen, wendigen sowie einem physisch starken Angreifer für seine Gegner weniger ausrechenbar wäre.

Hinzu kommt, dass einem jungen Spieler wie dem 19-jährigen Haaland, der nach fünf Treffern in insgesamt 59 Bundesligaminuten auf der Euphoriewelle reitet, ein gesunder Konkurrenzkampf guttun würde. Anders ausgedrückt: Ein Alcácer-Verbleib würde Druck von Haaland nehmen.

BVB-Stars hoffen auf Alcácer-Verbleib

Obwohl Alcácer seit Anfang September auf einen Treffer wartet, ist zudem sein Torinstinkt unbestritten. Sieben Saisontore in 15 Pflichtspielen sind eine ordentliche Quote. Mit Jadon Sancho (14) und Marco Reus (11) zeigten sich nur zwei Dortmunder in dieser Spielzeit bislang treffsicherer als Alcácer.

Insgesamt steht er in 47 Einsätzen für den BVB bei 26 Toren - eine starke Ausbeute.

Alcácer hat außerdem sowohl bei den Fans als auch innerhalb der Mannschaft ein gutes Standing. "Wir wollen, dass er bei uns bleibt und dass er eine wichtige Rolle spielt. Dass er dazu in der Lage ist, hat er schon mehrfach eindrucksvoll bewiesen", stellte Teamkollege Achraf Hakimi in einem Interview mit "DAZN" klar.

Lissy Beckonert

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