Ein entscheidender Block, ein Sonderlob vom Trainer. Basketball-Nationalspieler Maximilian Kleber hat beim dritten Saisonsieg der Dallas Mavericks in der NBA eine entscheidende Rolle gespielt.
Unwiderstehlich stieg Maximilian Kleber in die Luft, klatschte den Ball vor das Brett und verhinderte in der heißen Phase des Spiels mit seinem Block gegen Jamal Murray einen Rückstand seiner Dallas Mavericks. Doch der Deutsche glänzte beim 109:106 des früheren NBA-Champions bei den zuvor ungeschlagenen Denver Nuggets nicht nur in der Abwehr.
Vom "Maxi-mum Effort", dem maximalen Einsatz, schrieb die NBA nach der starken Vorstellung des Würzburgers, von Trainer Rick Carlisle gab es ein Sonderlob. "Er überrascht seine Gegner. Sie sehen ihn nicht - und dann blockt er einen Wurf. Manchmal pfeifen die Schiedsrichter, weil sie so etwas noch nie gesehen haben", sagte der 60-Jährige.
Kleber kam wieder von der Bank und war mit 14 Punkten gemeinsam mit Tim Hardaway Jr. bester Werfer seines Teams. Zudem gelangen dem Forward sieben Rebounds und drei Blocks, einer davon war an diesem Abend ganz besonders wichtig.
Dallas führte 107:106, Murray hätte Denver 1:07 Minuten vor Schluss per Korbleger in Führung bringen können, doch Kleber hatte etwas dagegen. Der 27-Jährige blockte den Wurf, die Schiedsrichter sahen ein Goaltending und der Korb zählte, da der Ball den höchsten Punkt seiner Flugkurve angeblich schon überschritten hatte. Gut, dass solche Entscheidungen in den letzten zwei Minuten immer auf Video überprüft werden.
"Ich dachte mir: Liegen die richtig? Liege ich falsch?"
"Für mich war es ein sauberer Block. Ich war mir nicht hundertprozentig Prozent sicher, aber ziemlich sicher", erzählte Kleber später: "Ich dachte mir: Liegen die richtig? Liege ich falsch?" Sein erstes Gefühl stimmte, die Entscheidung wurde nach Ansicht der Aufnahmen rückgängig gemacht.
Die Mavericks haben nach vier Partien drei Siege auf dem Konto. In der ersten Spielzeit nach dem Abschied von Superstar Dirk Nowitzki überzeugt Dallas mit starken Mannschaftsleistungen. Neun Profis punkteten zweistellig, der Vereinsrekord wurde damit eingestellt. "Es zeigt, wie wichtig es ist, einen breiten Kader zu haben", sagte Carlisle.
In der vergangenen Saison hatte Dallas erst nach zehn Spielen drei Siege gesammelt, der zweite Auswärtserfolg gelang nicht wie diesmal im vierten, sondern erst im 19. Einsatz. Für Kleber ist das besonders wichtig, so schön die 3:1-Bilanz ganz grundsätzlich auch sei.
"Es geht auch darum, auswärts zu gewinnen. Denn das ist nicht einfach, gerade in der NBA. Der Trainer weist immer wieder darauf hin", sagte der Nationalspieler. "Du must hart spielen, du musst rauskommen und mit Hingabe spielen", so Kleber, "natürlich wollten wir auch gegen Portland gewinnen." Gegen die Trail Blazers hatte es am Wochenende zu Hause die bislang einzige Niederlage gesetzt.
Es läuft ohne Nowitzki, am Mittwoch steht der 41-Jährige im American Airlines Center aber noch einmal im Mittelpunkt. Dort findet die Zeremonie der Stadt anlässlich der Umbenennung eines Teils der nahe der Halle verlaufenden Olive Street in Nowitzki Way statt. "Das ist eine große Ehre. Ich danke Euch aus tiefstem Herzen", sagte Nowitzki vor dem großen Tag.























