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Wechselgedanken und Titelträume

Sané, Özil und Co.: Die Deutschen in der Premier League

Leroy Sané könnte zum FC Bayern München wechseln
Leroy Sané könnte zum FC Bayern München wechseln
Foto: © Michael Regan, getty
07. August 2019, 06:59

Für viele deutsche Fußballprofis und -trainer ist die englische Premier League das Maß aller Dinge. Einige haben sich den Traum von England bereits erfüllt und sich auf der Insel einen Namen gemacht. Andere freuen sich vor dem Start der neuen Spielzeit auf ihren ersten Premier-League-Einsatz. Und einer könnte schon wieder weg sein, bevor die Saison 2019/2020 überhaupt begonnen hat.

Der Wechselkandidat:

Bleibt Leroy Sané bei Manchester City oder geht der 23-Jährige zum FC Bayern? Sané schien sich zuletzt selbst nicht sicher zu sein, was er will. Seine Fähigkeiten sind unumstritten. Doch Sané scheint mit seiner Einstellung bei Coach Pep Guardiola anzuecken, weshalb der Ex-Schalker beim Meister und Pokalsieger keine Startelf-Garantie hat. Sollte er zum deutschen Rekordmeister wechseln, müssten die Münchner wohl eine Rekordsumme im dreistelligen Millionenbereich hinlegen - und City bis zum Schluss des Transferfensters am Donnerstag für Ersatz sorgen.

Die Lichtgestalt:

Nicht erst seit dem Gewinn der Champions League liegen Jürgen Klopp die Fans des FC Liverpool zu Füßen. Mehr als die Königsklasse wünscht man sich in Anfield aber endlich den ersten Meistertitel seit 1990. Nur ein Punkt trennte die Reds in der vergangenen Saison von Meister Man City - das Team, bei dem Klopps Mannschaft die einzige Niederlage kassierte. "Wir werden alles versuchen", kündigte der beliebte Coach jetzt an. Mit dem Gewinn der Premier League würde sich der 52-Jährige an der Merseyside endgültig unsterblich machen.

Der Aufsteiger: 

Der frühere BVB-Nachwuchscoach Daniel Farke führte Norwich City in die Premier League und schaffte damit ein ähnliches Wunder wie der heutige Schalke-Coach David Wagner vor zwei Jahren mit Huddersfield Town. Farke setzt in seinem Team auf zahlreiche deutsche Spieler, darunter Tom Trybull (Werder Bremen), Moritz Leitner (Borussia Dortmund) und die Schalker Leihgabe Ralph Fährmann. Dazu gesellen sich Ex-Bundesliga-Profis wie Mario Vrancic (Darmstadt 98), Teemu Pukki (Schalke) und Neuzugang Josip Drmic (Borussia Mönchengladbach).

Der Umstrittene:

Gut ein Jahr nach dem Ärger um die Erdogan-Fotos und seinem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft steht Mesut Özil beim FC Arsenal auf dem Prüfstand. Die erste Saison unter Coach Unai Emery verlief dürftig. Von Spannungen mit dem Trainer war die Rede. Oft ließ Emery den Weltmeister von 2014 auf der Bank. Beim bitteren 1:4 im Endspiel der Europa League enttäuschte Özil. Britische Medien spekulierten, Arsenal wolle seinen Topverdiener loswerden. Doch weder scheint der London verlassen zu wollen, noch gab es ernsthafte Interessenten. In der kommenden Saison muss sich Özil wieder einmal neu beweisen.

Der Ambitionierte:

Als der Rivale FC Liverpool zwischenzeitlich deutlich vor Manchester City lag, glaubte City-Profi Ilkay Gündogan trotzdem daran, den Titel noch verteidigen zu können. Und der deutsche Nationalspieler behielt Recht. Am Ende feierte der 28-Jährige das Triple aus Meisterschaft, FA Cup und Ligapokal. Sein Vertrag bei den Citizens endet im Juni 2020. Ob er auch darüber hinaus in Manchester spielt, ließ Gündogan offen. "Wenn Sie sich noch ein paar Wochen gedulden, werden Sie es wissen", sagte er nach dem Supercup-Triumph im Elfmeterschießen gegen Liverpool der "Times". Tendenz: Er bleibt bei Man City.

Die neue Nummer eins:

Die Ablösung im Tor wurde schon in der letzten Saison eingeleitet. 31 Ligaspiele absolvierte Bernd Leno für den FC Arsenal. Nach dem Karriereende von Petr Cech trägt der frühere Leverkusener in seinem zweiten Jahr bei den Gunners auch auf dem Trikot die Nummer 1. In der Europa League hatte Leno bis auf drei Gruppenspiele Cech den Vortritt gelassen. Die blamable 1:4-Pleite im Finale gegen den FC Chelsea blieb ihm so erspart. Auch in dieser Saison spielen die Gunners nur in der Europa League - dieses Mal voraussichtlich mit Leno im Tor.

Der Rückkehrer:

Antonio Rüdiger ist kein Freund großer Worte. Der 1,90 Meter große Abwehrspieler des Europa-League-Gewinners FC Chelsea lässt lieber Taten sprechen. Bei den Blues galt Rüdiger bisher als gesetzt. Daran wird sich vermutlich auch unter dem neuen Trainer Frank Lampard nichts ändern - vorausgesetzt, der 26-Jährige ist fit. Wegen einer Knieoperation im Mai hatte er den Saisonendspurt verpasst. Vor kurzem postete Rüdiger aber schon wieder ein Instagram-Video vom Training.

Der Zuversichtliche:

Mit Brighton & Hove Albion entging der Ex-Ingolstädter Pascal Groß nur knapp dem Abstieg. Die Seagulls landeten am Ende auf Platz 17. Für Groß eine durchwachsene Spielzeit, auch weil er verletzt zwei Monate ausfiel. "Was die Verletzung angeht, war das sicher meine schwerste Saison", sagte er der Lokalzeitung "The Argus", "aber man lernt dadurch. Ich muss noch mehr auf meinen Körper achten, aber ich bin gut drauf und komme immer zurück." Unter dem neuen Brighton-Coach Graham Potter hofft Groß nun auf ein besseres Fußballjahr.

 

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