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Kein Sieger in Wolfsburg

Werder tritt auf der Stelle - VfL stürzt ab

Der VfL Wolfsburg und Werder Bremen mussten sich mit einem Punkt zufrieden geben
Der VfL Wolfsburg und Werder Bremen mussten sich mit einem Punkt zufrieden geben
03. März 2019, 20:03
sport.de
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Kein Sieger, keine Fortschritte: Im Kampf um einen Platz in der Europa League treten der VfL Wolfsburg und Werder Bremen auf der Stelle. Nach einem 1:1 (0:0) stürzten die Niedersachsen im Vergleich zur Vorwoche vom fünften auf den siebten Platz ab, der SV Werder rutschte auf Platz zehn ab.

"Die Mannschaft hat es sehr geduldig gemacht und alles in allem einen tollen Auftritt hingelegt", sagte VfL-Coach Labbadia nach dem 1:1 (0:0) bei "Sky": "Wir haben das 2:0 verpasst, dann hätten wir Bremen den Gnadenstoß gegeben." Die Niedersachsen nehmen weiterhin den siebten Platz ein, der SV Werder ist nach wie vor Zehnter.

Die Wolfsburger Führung erzielte vor 28.101 Zuschauern John Anthony Brooks, der Abwehrchef war in der 54. Minute mit dem Kopf eher am Ball als Werders Torhüter Juri Pavlenka. In der 74. Minute glich Bremens Kapitän Max Kruse aus kurzer Distanz aus.

"Wir sind nach dem Gegentor aufgewacht und offensiver geworden", sagte Kruse: "Wir haben zusätzlich das System umgestellt und verdient den Ausgleich erzielt."

Nach zuletzt zehn Punkten aus vier Spielen konnten insbesondere die Platzherren mit diesem Resultat nicht zufrieden sein. Die Bremer sind im Kalenderjahr 2019 weiterhin ungeschlagen und blieben immerhin im fünften Auswärtsspiel in Serie ohne Niederlage.

Zusammenprall zwischen Pavlenka und Mehmedi

Das Nordduell begann zerfahren und mit vielen Fehlern gehaftet. Beide Mannschaften agierten hektisch und übereifrig, entsprechend schleppend kam die Partie in Fahrt. Die erste Bremer Halbchance vereitelte Jerome Roussillon, der kurz vor dem einschussbereiten Johannes Eggestein an den Ball kam.

Wütende Pfiffe des Wolfsburger Anhangs erntete Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin, der in der elften Minute auf Freistoß für die Gäste entschied, nachdem Pavlenka und Admir Mehmedi mit den Köpfen zusammengestoßen waren. Der tschechische Keeper war von da an der Buhmann der VfL-Fans.

VfL Wolfsburg dreht auf

Für die Platzherren schien diese Aktion ein Weckruf zu sein, sie agierten in der Folgezeit kombinationssicherer und agiler. Und sie kreierten erste Chancen: In der 38. Minute rutschte Torjäger Wout Weghorst um Zentimeter an einer Flanke von Yannick Gerhardt vorbei. 120 Sekunden später verpasste Mehmedi aus kurzer Distanz.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste Bremens Trainer Florian Kohfeldt seine Defensive umgruppieren. Milos Veljkovic ersetzte Sebastian Langkamp, der wegen einer Verletzung an der rechten Schulter ausgewechselt werden musste.

Pizarro verpasst den Siegtreffer

Nach dem Seitenwechsel musste bei den Platzherren Schlussmann Koen Casteels verletzungsbedingt in der Kabine bleiben, für den Belgier stellte sich Stefanos Kapino zwischen die Pfosten. Doch gefordert war zunächst sein Bremer Gegenüber Pavlenka im Eins-gegen-Eins-Duell gegen Felix Klaus (52.). 120 Sekunden später unterlief ihm sein verhängnisvolles Missgeschick.

Nach dem Rückstand bemühten sich die Bremer um mehr Offensivdruck, doch die Einschussmöglichkeiten waren rar, Casteels-Ersatz Kapino wurde selten ernsthaft geprüft. Kohfeldt geduldete sich bis zur 68. Minute, dann ersetzte er den glücklosen Milot Rashica durch Liga-Methusalem Claudio Pizarro. Der 40-Jährige verpasste mit einem Kopfball nur knapp das Tor (90.).

 

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