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Zwei Elfmeter, ein aberkanntes Tor

96-Befreiungsschlag! Bebou schießt Wolfsburg in die Krise

Ihlas Bebou traf für Hannover zum letztlich vorentscheidenden 2:0
Ihlas Bebou traf für Hannover zum letztlich vorentscheidenden 2:0
Foto: © getty, Cathrin Mueller
09. November 2018, 22:34
sport.de
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Youngster Linton Maina und Ihlas Bebou haben die Talfahrt von Hannover 96 vorerst gestoppt und den VfL Wolfsburg in die Krise gezogen.

Der erst 19-jährige Maina (31.) schoss die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter ausgerechnet im Duell mit dem ungeliebten Nachbarn auf die Siegerstraße zum ersehnten zweiten Saisonerfolg, zudem nahm Hannover durch das 2:1 (1:0) erfolgreich Revanche für das Aus im DFB-Pokal gegen die Wölfe vor zehn Tagen an selber Stelle.

Maina traf nach einer schnellen Kombination auf Vorlage von Bebou sehenswert per Volleyabnahme zu seinem ersten Bundesliga-Treffer (31.), Bebou erhöhte dann per Foulelfmeter (63.) - trotz des Sieges bleibt 96 Tabellen-16. Die Niedersachsen haben aber trotz großer Verletzungssorgen zumindest vorübergehend den Anschluss an den 1. FC Nürnberg auf Rang 15 geschafft.

VfL Wolfsburg zurück in der Tristesse

Die Wolfsburger, für die Wout Weghorst (82.) noch per Foulelfmeter traf, mussten hingegen den nächsten empfindlichen Rückschlag wegstecken. Das Team von Bruno Labbadia hat nach einem guten Saisonstart nur noch eins der letzten neun Bundesliga-Spiele gewonnen, vier der letzten fünf Partien gingen dabei sogar verloren. Der Werksklub ist längst wieder in der grauen Tabellen-Tristesse angekommen, auch weil Michael Esser im Tor von Hannover einen glänzenden Tag erwischte.

"Es war sehr wichtig für uns, die drei Punkte zu holen. Es war verdient", sagte Torschütze Bebou bei "Eurosport". "Wir haben viel zu viele individuelle Fehler gemacht. Wir haben 96 zum Toreschießen eingeladen und haben unsere Torchancen nicht genutzt. Das war der ausschlaggebende Punkt", sagte der Wolfsburger Maximilian Arnold.

Labbadia: "Mehr Chancen kann man nicht haben"

96-Trainer André Breitenreiter erklärte: "Wir haben gespürt, dass die Jungs heiß sind. Wir sind gut reingekommen, hatten aber dann eine Phase, in der wir schwitzen mussten. Die Jungs haben alles gegeben und sich endlich belohnt. Der Druck wurde immer größer, es war nicht leicht."

Bruno Labbadia haderte derweil vor allem mit der Abschlussschwäche seines Teams: "Es ist sehr einfach: Mehr Torchancen kann man nicht haben in einem Spiel. Das ist der Grund, warum wir verloren haben. Wir haben einfache Fehler gemacht. Es ist Wahnsinn, dass wir heute als Verlierer hier stehen. Das ist schwierig zu verdauen."

>>> Die Statistik zum Spiel

Vor 35.800 Zuschauern veränderte Breitenreiter, der unter anderem auf Niclas Füllkrug (Knieprobleme), Oliver Sorg (private Gründe), Takuma Asano (Zerrung) und Pirmin Schwegler (Fuß) verzichten musste, sein Team im Vergleich zum 1:3 bei Schalke 04 auf fünf Positionen.

Und die Neuerungen zeigten zunächst Wirkung, die Hausherren erwischten den besseren Start. Hannover suchte über die flinken Außen Noah Sarenren Bazee und Maina immer wieder den schnellen Weg nach vorne. In der 24. Minute hatte dann Bebou auch die erste richtig gute Möglichkeit.

Casteels rettet glänzend gegen Bebou

Gerade als die Wölfe etwas besser wurden, stach Maina dann eiskalt zu. Der erst 19-Jährige krönte seine starke Vorstellung mit einem wunderbaren Treffer. Nur vier Minuten später hätte Bebou auf 2:0 erhöhen müssen, doch Koen Casteels reagierte blendend (35.).

96 hatte zuvor aber auch Glück, dass Schiedsrichter Marco Fritz einen vermeintlichen Treffer von Yunus Malli nach einem Videobeweis nicht gab (18.). Yannick Gerhardt hatte zuvor den Ball mit der Hand gespielt.

VfL Wolfsburg dreht nach der Pause auf

Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Wolfsburg dann immer mehr den Druck. Allein kurz nach der Pause musste 96-Torwart Esser quasi im Minutentakt gegen Maximilian Arnold (51.), Jerome Roussillon (53.) und Josip Brekalo (55.) retten.

Mitten in diese Drangphase hinein konterte Hannover, William konnte Marvin Bakalorz im Strafraum nur faulen und Bebou behielt bei dem fälligen Elfmeter die Nerven.

Auch Weghorst zeigte sich in der Schlussphase vom Punkt treffsicher. Zuvor hatte der eingewechselte Miiko Albornoz den Wolfsburger Gerhardt zu Fall gebracht. Ob Albornoz seinen Gegenspieler in der fraglichen Szene aber wirklich traf, war selbst mit Blick auf die verlangsamten Bilder kaum zu erkennen.

 

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