Am Mittwoch (21:00 Uhr) steigt der zweite Teil des Champions-League-Halbfinals zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain. Bayern-Ikone Bixente Lizarazu sieht zwar auch im Rückspiel beide Teams auf Augenhöhe, die Franzosen gehen aber extrem geschwächt in den Showdown.
Der Ausfall von Ex-BVB-Flügelspieler Achraf Hakimi wird Paris Saint-Germain schwer treffen, ist Bixente Lizarazu überzeugt. Der französische Weltmeister von 1998 und Champions-League-Sieger mit dem FC Bayern in der Saison 2000/01 sieht in der Verletzung des Schienenspielers "eine große Schwächung", wie er im Interview mit "Bild" hervorhob: "Und das nicht nur defensiv, sondern auch offensiv."
Hakimi hatte sich beim 5:4-Sieg von PSG im Hinspiel gegen den FC Bayern eine Oberschenkelverletzung zugezogen, womit er nun mehrere Wochen ausfällt.
Lizarazu führte aus: "An Hakimis Stelle wird wohl der gelernte Mittelfeldspieler Zaïre-Emery auf der rechten Seite verteidigen. Der hat das schon oft gemacht, nachdem sich Hakimi vergangenen November im Vorrundenspiel gegen Bayern am Knöchel verletzt hatte. Defensiv war er stabil. Aber als Rechtsverteidiger ist Zaïre-Emery nicht so offensivstark wie Hakimi, dessen Verletzung noch eine weitere Auswirkung auf das Spiel von PSG hat."

Lizarazu über PSG-Backup: "Bin mir nicht sicher ..."
Dem 183-fachen Bundesliga-Spieler und sechsfachen deutschen Meister zufolge verändere sich das Spiel der Franzosen eben auch deshalb, weil der formstarke Zaïre-Emery nicht mehr im Mittelfeld spielen wird. "Dort wird ihn wohl Fabián Ruiz ersetzen – der war in der vergangenen Saison zwar überragend, musste aber bis vor kurzem wegen einer Knieverletzung pausieren. Ich bin mir nicht sicher, wie gut er schon wieder in Form ist und ob er bei der extrem hohen Geschwindigkeit beider Teams gleich wieder mithalten kann", so der 56-Jährige.
Der FC Bayern ist nach dem Hinspiel-Spektakel unter Druck, in der regulären Spielzeit muss mindestens eine Führung mit einem Tor Vorsprung her, um die Verlängerung zu erzwingen. "Dennoch sollten sie nicht zu viel Risiko eingehen", warnte Lizarazu: "Sie sind vorne mit Olise, Díaz und Kane so gut besetzt, dass sie das auch schaffen können, ohne das Verteidigen zu vernachlässigen."
Grundsätzlich erwartet der einstige Linksverteidiger aber, dass sich an der offensiven Spielweise beider Mannschaft nicht viel ändern wird - "das ist ja ihre größte Stärke. Die Frage, wer noch besser angreift als der Gegner, könnte entscheidend werden Aber: Wenn eine Mannschaft es schafft, besser zu verteidigen als im Hinspiel, könnte das auch der Schlüssel zum Einzug ins Finale werden".

















