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LaLiga-Check: Duell der Schwergewichte

Cristiano Ronaldo (l.) und Lionel Messi fechten wieder einmal die Meisterschaft aus
Cristiano Ronaldo (l.) und Lionel Messi fechten wieder einmal die Meisterschaft aus
28. März 2017, 13:33
sport.de
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Während ein baskischer Provinzklub im Stile von Unterhaching die Liga aufmischt, feiert ein ehemaliger Bundesligaprofi seine Wiederauferstehung unter der kanarischen Sonne. Heute im sport.de-Ligencheck: die spanische Primera División.

Das Duell der Schwergewichte bestimmt in Spanien das Geschehen an der Tabellenspitze. Wieder einmal liefern sich die ewigen Rivalen von Barcelona und Real Madrid einen Zweikampf um den Meistertitel in La Liga.

Aktuell haben die Blancos die Nase vorne. Mit zwei Punkten mehr und einem Nachholspiel in der Hinterhand thronen die Königlichen (65 Punkte) vor den Katalanen auf dem ersten Platz.

Für Atlético Madrid, das in den letzten Jahren den beiden Platzhirschen auf Augenhöhe begegnete, liegt die Spitze mit acht Punkten Rückstand schon in weiter Ferne. Aktuell müssen sich Simeone und Co. gar mit dem vierten Platz zufriedengeben. Zum ersten Verfolger des Spitzenduos hat sich Euro-League-Seriensieger FC Sevilla (57) aufgeschwungen.

Dahinter folgen mit gebührenden Abstand Villarreal (48), Real Sociedad (48) und Athletic Bilbao (44) im Kampf um die verbleibenden Euro-League-Plätze.

Auch im Abstiegskampf herrschen klare Verhältnisse. Schlusslicht Osasuna steht mit mickrigen elf Punkten praktisch als erster Absteiger fest. Auch Granada und Sporting Gijón müssten mit sieben bzw. fünf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer eine echte Aufholjagd starten, um auch im nächsten Jahr erstklassig zu spielen.

Die Überflieger: SD Eibar schreibt weiter an seinem Fußball-Märchen. Die kleine Provinz im Baskenland rangiert aktuell auf einem hervorragenden achten Platz in der Tabelle. Trainer José Luis Mendilíbar verfolgt dabei eine klare Philosophie: Statt Ballgeschiebe à la Tiki-Taka setzt man beim Außenseiter auf aggressives Pressing, das den Gegner schon in der eigenen Hälfte unter Druck setzt.

"Ich mag intensiven Fußball mit hohem Rhythmus. Ich mag nicht Pässe um der Pässe willen", erklärte der Coach in der "11 Freunde" seinen Ansatz.

Dementsprechend ist der Angriff das Prunkstück der Mannschaft. Mit 44 Toren stellt der kleinste Erstligist in der spanischen Geschichte die fünftbeste Offensive der Liga. Alleine Top-Stürmer Sergi Enrich (10 Tore, 5 Assists) und Pedro León (8 Tore, 5 Assists) waren bisher insgesamt an starken 28 Treffern direkt beteiligt.

Die Tiefflieger: In Valencia kehrt einfach keine Ruhe ein. Bereits dreimal wechselten die Fledermäuse in der laufenden Spielzeit ihren Trainer. Unter dem aktuellen Übungsleiter Voro, der seit Anfang des Jahres als Cheftrainer in der Verantwortung steht, konnte sich der Spitzenverein von einst zumindest stabilisieren. Nach einer wahren Horror-Vorrunde hat man jetzt mit neun Punkten Vorsprung auf Platz 18 das Abstiegsgespenst fast vollends aus dem Estadio de Mestalla vertrieben.

Fernab der internationalen Plätze läuft man dennoch den eigenen Ansprüchen hinterher. Die Abgänge der Leistungsträger Shkodran Mustafi, André Gomes und Torversicherung Paco Alcácer im Sommer konnten nicht annähernd kompensiert werden.

Und in der kommenden Transferperiode droht erneut ein großer Verlust. Wie spanische Medien berichten, scheint der Wechsel von João Cancelo, einem der wenigen Lichtblicke in der laufenden Saison, zum FC Barcelona beschlossene Sache. Und so schaut auch Klub-Ikone David Albelda in der spanischen Zeitung "Superdeporte" sorgenvoll in die Zukunft: "Wir müssen weiter Spieler verkaufen, aber ich frage mich, was aus Valencia werden soll."

Der Aufsteiger: "Ich habe die Liebe zum Fußball wiederentdeckt. Diese echte Liebe, wenn es dir egal ist ob du spielst oder nicht, wenn du einfach nur Spaß mit dem Ball hast", schwärmte Kevin-Prince Boateng kürzlich über sein Engagement bei Las Palmas. Eine Liebe, die sich auf dem Platz widerspiegelt. Boateng ist ein Gesicht der jüngsten Erfolgsgeschichte auf den Kanaren.

Bereits achtmal konnte der 30-Jährige in dieser Spielzeit für seinen Neu-Arbeitgeber, der aktuell auf Platz zwölf rangiert, treffen. Nach enttäuschenden Stationen beim AC Mailand und Schalke 04 scheint der Mittelfeldspieler zu alter Stärke gefunden zu haben.

"Endlich habe ich einen Verein gefunden, in dem ich das Leben und den Fußball genießen kann", resümierte Boateng anlässlich seiner Vertragsverlängerung bis 2018 in der spanischen Zeitung "Canarias7".

Der Absteiger: Antonio Sanabria gehörte im letzten Sommer zu den begehrtesten Stürmern auf dem Transfermarkt. Elf Ligatore für Sporting Gijón hatten zahlreiche Interessenten wie Real Madrid und den FC Valencia auf den Plan gerufen. Selbst in der Bundesliga wurde der Paraguayer bei Schalke 04 und Wolfsburg gehandelt.

Schließlich machte Real Betis für 7,5 Millionen Euro das Rennen um den achtfachen Nationalspieler. Bei den Béticos konnte der 20-Jährige aber nicht mehr an seine starken Leistungen der Vorsaison anknüpfen.

Immer wieder warfen den Angreifer Verletzungen zurück. Die Bilanz bisher: magere vier Ligatore.

Die weiteren Teile des sport.de-Ligen-Checks:

Premier League: Deutsche Verhältnisse in England
Serie A: Acht-Minuten-Mann trifft FCB-Flop
Ligue 1: Offensivfußball par excellence

Falk Velten

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