Nach einer langen Leidenszeit hatte Norwegens Biathlon-Ass Aasne Skrede gehofft, in wenigen Tagen in Geilo auf die Piste zurückkehren zu können. Doch die 26-Jährige, die im vergangenen Dezember ihr Weltcup-Debüt gegeben hatte, bevor ihre Saison abrupt endete, muss sich noch etwas gedulden.
Im Januar hatte sich Skrede aufgrund eines Bandscheibenvorfalls im Lendenwirbelbereich einer Operation unterziehen müssen. Seitdem arbeitet die Skijägerin daran, körperlich wieder auf hundert Prozent zu kommen.
Zwar macht sie spürbare Fortschritte, doch diese reichen bislang nicht aus, um eine zeitnahe Rückkehr in den Wettkampfbetrieb in Betracht ziehen zu können. Eine äußerst frustrierende Situation.
"Die Kraft und die Kontrolle in meinem linken Sprunggelenk sowie im vorderen Wadenbereich sind nach meiner Verletzung im letzten Winter noch immer leicht eingeschränkt. Auch wenn es aufwärts geht, reicht es leider noch nicht aus, um für den Saisonauftakt in Geilo bereit zu sein", erklärte Skrede bei Instagram.
Sie müsse sich weiter in Geduld üben, schob sie hinterher: "Ich habe in den letzten Monaten hart gearbeitet, um wieder auf Skiern stehen zu können, aber es dauert länger, als mir lieb ist."
"Ich werde die Biathlon-Familie sehr vermissen"
In der Zwischenzeit konzentriert sich Skrede auf das Radfahren. Die Norwegerin zieht laut eigener Aussage sogar in Betracht, dem Sport künftig mehr Zeit zu widmen. "Vorerst werde ich das Skifahren und die Biathlon-Familie sehr vermissen", gestand sie dennoch.
Skrede, die bei den Europameisterschaften 2021 Gold mit der Staffel und Bronze in der Verfolgung gewonnen und zudem drei Medaillen bei den Juniorenweltmeisterschaften 2020 geholt hatte, setzt nun auf eine Rückkehr, ohne sich dabei einen festen Zeitplan zu setzen.
Die 26-Jährige hatte im vorigen Winter nach vielen Jahren im IBU-Cup den Aufstieg in den Weltcup geschafft. Wo das Trainerteam sie einordnet, wenn sie endlich wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte ist, wird sich freilich erst noch zeigen müssen.
