Der Biathlon-Weltverband IBU hat zur kommenden Saison eine neue Regel eingeführt, die für mehr Sicherheit sorgen und das Risiko eines Unfalls am Schießstand reduzieren soll. Im norwegischen Team gehen die Meinungen über diese Maßnahme auseinander.
Nicht alle Mitglieder des norwegischen Biathlon-Teams sind mit der von der IBU neu eingeführten Sicherheitsregel am Schießstand einverstanden. Ab der kommenden Saison dürften die Skijägerinnen und Skijäger ihr Gewehr erst vom Rücken nehmen, wenn sie auf der Matte stehen. Die Matte dürfen sie zudem erst verlassen, wenn der Gewehrgurt über beide Schultern gezogen ist.
"Es passt zu einer Reihe von Sicherheitsvorschriften, die die IBU eingeführt hat. Es ist natürlich schwer, etwas gegen Sicherheitsmaßnahmen zu sagen, aber ich finde, es wird schlimmer", klagte zum Beispiel Johannes Dale-Skjevdal gegenüber "NRK" über die neue Vorschrift.
"Ich habe die Sorge, dass ..."
Auch Ingrid Landmark Tandrevold ist noch kein Fan. "Wenn man etwas zehn Jahre lang trainiert hat, ist es schwer, es in einer stressigen Situation einfach anders zu machen", merkte sie an. Die gleiche Befürchtung teilt auch Martin Uldal.
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"Ich habe die Sorge, dass jemand mit etwas Adrenalin in diesem Winter zurück in alte Gewohnheiten verfallen, es vergessen könnte und was Dummes macht. Das macht schon ein bisschen Angst", fürchtet auch er, dass einige Biathletinnen und Biathleten die neue Sicherheitsvorschrift in der Hitze des Gefechts unabsichtlich ignorieren könnten. Das Resultat wäre eine Disqualifikation.
Nicht alle sind gegen die neue Biathlon-Regel
Um den Athletinnen und Athleten so viel Zeit wie möglich einzuräumen, um sich an die neuen Abläufe am Schießstand zu gewöhnen, hat die IBU die Regeländerung bereits frühzeitig bekanntgegeben. Die Norweger gehörten zu den Teams, die am frühesten davon erfuhren, da ihr Sportchef per Arne Botnan an der Änderung mitwirkte. Kritisch sehen das Thema auch deshalb nicht alle.
Isak Frey gehört zu dem Lager, das kein Problem mit der neuen Regel hat. Er meinte gegenüber "NRK": "Ich war am Anfang etwas skeptisch, aber es ist überraschend gut gelaufen. Es wird zur Gewohnheit, wenn wir uns für ein paar Monate da durchzwingen. Jetzt ist es ein Teil des Drills."

