Johannes Dale-Skjevdal ist Massenstart-Olympiasieger im Biathlon. Ein Erfolg, der für den Norweger vor einem Jahr noch weit entfernt schien.
Für Dale-Skjevdal begann die Biathlon-Saison 2025/26 zunächst im IBU-Cup. Nach drei Siegen in Obertilliach schaffte es der 29-Jährige zurück in das Weltcup-Aufgebot der prominent besetzten norwegischen Biathlon-Nationalmannschaft.
Dale-Skjevdal bestand im internen Konkurrenzkampf. Beim olympischen Massenstart schlug im Februar dann die große Stunde des Skijägers. Dale-Skjevdal räumte in Antholz alle 20 Scheiben ab und krönte sich mit der Goldmedaille - der größte Moment in seiner Biathlon-Karriere.
"Ehrlich gesagt, es fühlt sich immer noch großartig an! Es ist eine tolle Erinnerung, an die ich oft denke. Die Olympischen Spiele selbst und der Moment, in dem ich die Goldmedaille entgegennahm, werden mir für immer in Erinnerung bleiben: ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde", blickte Dale-Skjevdal gegenüber dem internationalen Biathlonverband IBU zurück.
Olympia-Teilnahme "wie ein Lottogewinn"
Die Momente im Ziel seien "surreal" gewesen, erklärte der 29-Jährige. "Es ist eine Sache, von olympischem Gold zu träumen, eine andere, wirklich daran zu glauben. Ich wusste, dass mein Niveau an einem guten Tag gut genug ist, um es zu schaffen, aber man hat in seiner Karriere nur ganz wenige Chancen darauf. Das war das letzte Rennen bei den Olympischen Spielen, und da habe ich es geschafft", freute sich Dale-Skjevdal.
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Der Biathlon-Star erinnerte daran, dass er bei Olympia ebenfalls zwei sechste Plätze (Sprint und Verfolgung) erreichen konnte. "Aber das interessiert niemanden. Was zählt, sind die Medaillen. Diese olympische Goldmedaille bei mir zu Hause zu haben, ist etwas, das nicht viele Menschen haben, also ist das ziemlich cool", erklärte Dale-Skjevdal.
Der Skandinavier nimmt seinen Olympiacoup nicht als selbstverständlich war - im Gegenteil!
"Ein Jahr zuvor hätte ich mir das nicht vorstellen können. Man glaubt zwar an sich selbst, aber ich war im IBU-Cup. Ich wusste, dass so viele Dinge zusammenpassen mussten, damit es klappt. Ich dachte, die Qualifikation für die Olympischen Spiele wäre wie ein Lottogewinn, bei dem man zehn richtige Zahlen braucht! Tief in meinem Inneren wusste ich, dass es wirklich schwer werden würde. Ich habe es geschafft, aber der Weg dorthin war kein leichter", stellte Dale-Skjevdal klar.

