Die neue Saison im Ski Langlauf startet am 27. November. Aus der schwedischen Nationalmannschaft bereiteten sich gleich mehrere Stars individuell auf den Winter vor. Eine Expertin sieht darin eine Gefahr.
Mit Linn Svahn, Maja Dahlqvist, Emma Ribom und Moa Ilar sind aktuell nur vier der acht Mitglieder des schwedischen Frauen-Nationalteams im Ski Langlauf im Höhentrainingslager in Italien dabei.
"Wir sind ein recht erfahrenes Team. Viele sind schon lange bei uns. Deshalb finde ich es gut, dass wir etwas flexibel sein können und Raum für individuelle Anpassungen besteht", kommentierte Ribom gegenüber dem "Expressen" die Besetzung.
"Man muss ein gewisses Feingefühl haben, wenn sie nach jahrelanger Erfahrung dieses Niveau erreicht haben. Dann muss man in der Lage sein, das Training individuell anzupassen", rechtfertigte Schwedens Langlauf-Coach Johan Granath die Freiheiten in der Saisonvorbereitung.
Langlauf-Olympiasiegerin kontert TV-Expertin
Ex-Langläuferin Anna Jönsson Haag sieht die Entwicklung kritisch. Die 40-Jährige fürchtet, dass der Nachwuchs weniger Orientierung im Training haben könnte.
"Das wäre eine Gefahr für diejenigen, die nachrücken. Vor allem, da Schweden derzeit eine Reihe von Athletinnen in der A-Nationalmannschaft hat, die sich am Ende ihrer Karriere befinden", argumentierte die "SVT"-Expertin.
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Jönsson Haag äußerte gleichzeitig Verständnis dafür, dass erfahrenere Langläuferinnen wie Frida Karlsson oder Ebba Andersson ihren eigenen Weg gehen wollen. "Das ist ein verdammt schwieriger Balanceakt. Wir dürfen ja auch nicht zulassen, dass diejenigen, die bereits ganz oben stehen, den Preis dafür zahlen müssen", meinte die Ex-Wintersportlerin.
Karlsson sieht die Situation im schwedischen Ski Langlauf entspannter. "Die meisten von uns wohnen in Östersund, also können wir trotzdem miteinander trainieren. Das muss nicht unbedingt in den Trainingslagern stattfinden, sondern wir können das auch zu Hause gemeinsam organisieren", meinte die zweimalige Olympiasiegerin.

