In seinem Buch "Drive" verriet Christian Horner, dass Lewis Hamilton sehr interessiert daran war, 2013 nach seinem Aus bei McLaren im Red Bull an der Seite von Sebastian Vettel zu fahren. In einem Podcast erläuterte der Brite nun, warum die Verpflichtung des Superstars dennoch nicht über die Bühne ging und sich der heutige Formel-1-Rekordweltmeister stattdessen Mercedes anschloss.
2013 wäre Lewis Hamilton beinahe zum Teamkollegen von Sebastian Vettel bei Red Bull geworden. Das zumindest behauptet Christian Horner, der zwischen 2005 und 2025 als Teamchef bei dem Rennstall unter Vertrag stand. Der Brite hatte damals nach einem neuen Arbeitgeber gesucht, nachdem sich das McLaren-Kapitel in der Formel 1 für den Superstar geschlossen hatte.
"Als Teamchef ist es deine Aufgabe, den Fahrermarkt zu verstehen. Wenn man das schnellste Auto hat, wollen die besten Fahrer natürlich in den besten Autos fahren", sagte Horner im "Sky Sports"-Podcast "The F1 Show Podcast" und führte aus: "Es ist also nur natürlich, dass Lewis zu diesem Zeitpunkt interessiert war. Wir hatten ein absolut dominantes Auto, und er wurde damals von Simon Fuller gemanagt, der auch meine Frau und die Spice Girls betreute."
Formel 1: Red Bull wollte Rekorddeal mit Hamilton nicht
Über den Manager sei dann auch der Kontakt zustande gekommen. "Ich erinnere mich, dass Simon mir sagte, er und ich könnten den größten Sportdeal abschließen, den es je in diesem Sport gegeben hat – was zwangsläufig bedeutet hätte, dass Red Bull viel Geld zahlen müsste", plauderte der Ex-Rennfahrer weiter aus. Die Begeisterung im Rennstall hat sich aber in Grenzen gehalten.
"Innerhalb des Teams gab es keine Begeisterung dafür. Wir hatten mit Seb einen erfolgreichen Fahrer – mussten wir da wirklich den Status quo auf den Kopf stellen?", verriet der 52-Jährige, der stattdessen Mercedes um Niki Lauda geraten hat, bei Hamilton vorstellig zu werden: "Als Nikki bei Mercedes auftauchte, hatte ich das Gefühl, ihm den Tipp zu geben: Weißt du was, warum holst du nicht Lewis, der bei McLaren unweigerlich zunehmend frustriert war?"
Der F1-Weltmeister habe den inzwischen 41-Jährigen dann "überzeugt, dorthin zu wechseln", so Horner: "Mercedes, das gerade erst das Brawn-Team gekauft hatte, hatte zu kämpfen. Sie hatten einige Jahre mit Nico Rosberg und Michael Schumacher hinter sich, und es lief dort nicht wirklich rund." Nach der Hamilton-Verpflichtung ging es für das Team mit dem Stern anschließend wieder bergauf.


