Am Wochenende gibt sich Darts-Weltmeister Luke Littler mal wieder bei einem Turnier in Deutschland die Ehre. Der 19-Jährige wird in Dortmund versuchen, erstmals die Darts-EM zu gewinnen - das einzige Major-Turnier, bei dem "The Nuke" bislang nicht triumphieren konnte. Dass der Engländer sonst versucht, Deutschland und die Niederlande konsequent zu meiden, stößt auf Kritik.
Mit den Darts-Fans in Deutschland und den Niederlanden hatte Luke Littler zuletzt so seine Problemchen. "Es hat einfach keinen Sinn, dass ich anreise und meine Zeit verschwende, während ich ausgebuht werde", hatte "The Nuke" erklärt, warum er an zahlreichen Turnieren der PDC-Tour nicht teilnahm. Unter anderem die EM-Generalprobe in Maastricht am vergangenen Wochenende ließ er sausen.
Dass sich der 19-Jährige wegen der teils heftigen Pfiffe und Anfeindungen vor den Auftritten drückt, findet Werner von Moltke nicht richtig. "Es wird ihm auf Dauer mehr schaden, als dass es ihm einen Gefallen tut", sagte der Geschäftsführer der PDC Europe im "SID"-Interview über das Vorgehen des zweifachen Darts-Weltmeisters wenige Tage vor dem Beginn der Darts-EM in Dortmund.
Darts: Luke Littler will erstmals die Darts-EM gewinnen
Es "ist nie hilfreich, wenn jemand Multimillionär ist oder ein privilegiertes Leben führt und sich dann recht empfindlich zeigt", legte der Darts-Funktionär nach und appellierte an den Superstar: "Da erwartet man, dass die ein bisschen was aushalten können." Bislang gibt es allerdings keine Anzeichen dafür, dass Littler seine Haltung gegenüber den Turnieren in Deutschland und den Niederlanden überdenkt.
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Um die eine oder andere Ausnahme kommt die Nummer eins der Order of Merit aber nicht herum. Nachdem er im April im Rahmen der Premier League in Berlin auftreten musste, gab er sich auch für die Team-WM in Frankfurt im Sommer die Ehre. Auch die anstehende Darts-EM in der Dortmunder Westfalenhalle kann der Ausnahmekönner nicht einfach auslassen.
Schließlich ist die European Championship das einzig verbleibende Major-Turnier, das der 19-Jährige noch nicht gewinnen konnte. Die Jagd nach dem Titel beginnt für die Nummer eins der Setzliste am Freitag gegen den Iren William O'Connor.


