Vor allem während der vergangenen Länderspielphase wurde reichlich über Joshua Kimmich und seine Bedeutung für das Spiel der deutschen Nationalmannschaft diskutiert. DFB-Ikone Lothar Matthäus stärkte den Führungsspieler des FC Bayern inzwischen mehrfach.
Joshua Kimmich erhält von Lothar Matthäus erneut Rückendeckung. Bereits nach dem 6:1 gegen RB Leipzig hatte er den Bayern-Anführer bei "Sky" in höchsten Tönen gelobt. Kimmich bedankte sich anschließend: "Das weiß ich sehr zu schätzen."
Nachdem Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann am Sonntag bei "RTL/Sky Sport" jedoch erneut die Positionsdebatte um den 31-Jährigen anfachte, legte Lothar Matthäus tags darauf am "Sport1"-Mikrofon bei einem Termin seines Partners "Interwetten" in München nach: Kimmich mache "gar nichts falsch, er macht alles richtig".
Allein: "Ich glaube einfach, dass meine Expertenkollegen eine andere Meinung über ihn haben. Aber ich bewerte das, was ich auf dem Platz sehe. Und das hat nichts mit Sympathie oder Antipathie zu tun. Ich beurteile das Sportliche und ich habe gesehen, dass bei der WM ein Leader im Mittelfeld gefehlt hat, weil Julian Nagelsmann Kimmich hinten rechts aufgestellt hat."
Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha seien zwar "zwei hervorragende Spieler", über die "Führungsqualitäten" von Joshua Kimmich verfüge das Duo aber nicht.
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Kimmich zeigt "bei Bayern München überragende Leistungen"
Matthäus zufolge müsse man sich nur anschauen, wer bei "Bayern München die Fäden in der Hand hat - und ich schätze Bayern mit Kane, Upamecano, Olise stärker ein als die deutsche Nationalmannschaft". Der 65-Jährige führte aus: "Alle suchen Kimmich. Da verstehe ich die Welt nicht mehr, wenn wir so einen Spieler in der Nationalmannschaft nicht brauchen. Auch, weil viele junge Spieler, auf die Jürgen Klopp setzen will, noch nicht so weit sind wie Kimmich."
Es sei letztlich "unfair", das schlechte Abschneiden der DFB-Auswahl bei der WM allein am Kapitän auszumachen: "Er zeigt bei Bayern München über Jahre hinweg überragende Leistungen."
Die Diskussion, ob Kimmich besser hinten rechts oder in der Mitte aufgehoben ist, gibt es nun schon seit Jahren. Womöglich, so Matthäus, hätte der Bayern-Star frühzeitig seinen Trainern erklären sollen, dass er eine klare Wunschposition hat. "Da sieht man, dass er ein Teamplayer ist und nicht an sich denkt, sondern an die Mannschaft. Aber natürlich wäre es besser gewesen, wenn er von Anfang an gesagt hätte: 'Hört zu, ich spiele hier weltklasse. Ich bin hier wichtig und fühle mich hier auch wohler.'"
Unter Bundestrainer Jürgen Klopp agierte Joshua Kimmich zuletzt wie im Klub unter Vincent Kompany auf der Sechs.































