Suche Heute Live
Formel 1Formel 1
Artikel teilen

Formel 1
Formel 1

Wird das Ergebnis über den Haufen geworfen?

Monaco-Chaos: Alpine will neue Beweise vorlegen

Alpine sagt: Gasly hat in Monaco nichts falsch gemacht
Alpine sagt: Gasly hat in Monaco nichts falsch gemacht
Foto: © IMAGO/Cristopher Ponso
09. Juni 2026, 21:31
sport.de
sport.de

Nach dem Chaos droht das Nachspiel: Formel-1-Rennstall Alpine hat bei der FIA eine offizielle Anhörung beantragt, bei der das Team belegen will, dass Pierre Gasly das Tempolimit in der Boxengasse doch eingehalten hat. Sollten die Beweise überzeugend genug sein, könnte das für einen anderen Fahrer weitreichende Folgen haben. 

Formel-1-Rennstall Alpine will sich den ursprünglich aberkannten dritten Platz von Pierre Gasly beim Großen Preis von Monaco mit allen verfügbaren Mitteln zurückerkämpfen. 

Wie das Team und der Motorsport-Weltverband FIA am Dienstag bestätigten, hat der Rennstall eine offizielle Anhörung beantragt, bei der man "signifikante und relevante" neue Informationen zu den zur Last gelegten Tempoverstößen in der Boxengasse vorlegen möchte. Dies ist die Grundlage, um die Anhörung überhaupt beantragen zu können. Stattfinden wird diese am Donnerstag um 13 Uhr. 

Warum Alpine bei der FIA Einspruch einlegt

Gasly hatte die Ziellinie am Sonntag ursprünglich als Dritter überquert, war dann jedoch bis auf Platz sieben zurückversetzt worden, weil er zwei Fünf-Sekunden-Strafen für zu schnelles Fahren in der Boxengasse kassierte. Ein Mal soll er die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h um 0,1 km/h überschritten haben, ein zweites Mal um 0,4 km/h. 

Der Haken an der Sache ist das Messverfahren der Regelhüter: Sie messen die Geschwindigkeit in der Boxengasse anhand der Zeit, die ein Fahrer braucht, um eine festgelegte Strecke zurückzulegen. In Monaco ist das allerdings nicht so einfach, denn die Boxengasse ist keine Gerade, sondern eine Kurve.

Zahlreiche Fahrer kürzten den Weg am Sonntag ab, indem sie die Kurve schnitten. Sie waren dabei nicht zu schnell unterwegs, sagt Alpine, sondern sie haben lediglich eine minimal kürzere Strecke zurückgelegt, für die sie minimal weniger Zeit brauchten. Dadurch wurden sie "geblitzt", obwohl sie nicht zu schnell waren. 

Hadjar könnte seinen Podestplatz verlieren

Obwohl mehrere Fahrer die gleiche Strafe kassiert haben, ist Alpine der einzige Rennstall, der offiziell dagegen vorgehen möchte. Hat das Team Erfolg, könnte Gasly seinen dritten Platz am Grünen Tisch zurückbekommen. Leidtragender wäre Red-Bull-Pilot Isack Hadjar, der seinen Podestplatz wieder verlieren würde.

Problem für Alpine: Die neuen Beweise müssen hieb- und stichfest sein, um von der FIA akzeptiert zu werden. Das ist in der Vergangenheit in einzelnen Fällen immer mal wieder gelungen, ein Großteil der Anhörungen endeten jedoch ohne Erfolg für das Team. 

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ItalienKimi AntonelliMercedes AMG F1 Team340
2GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team238
3GroßbritannienLewis HamiltonFerrari229
4NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing221
5MonacoCharles LeclercFerrari215

Monaco GP 2026

1ItalienKimi Antonelli2:23:31.243h
2GroßbritannienLewis Hamilton+6.271s
3FrankreichIsack Hadjar+23.394s
4AustralienOscar Piastri+24.261s
5NeuseelandLiam Lawson+26.553s

Newsticker

Alle News anzeigen