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VW-Krise sorgt für Spekulationen

Formel-1-Projekt in Gefahr? Audi-Boss reagiert

Hegt mit Audi ambitionierte Formel-1-Pläne: CEO Gernot Döllner (l.)
Hegt mit Audi ambitionierte Formel-1-Pläne: CEO Gernot Döllner (l.)
Foto: © IMAGO/Frank Ossenbrink
07. Oktober 2026, 09:12
sport.de
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Stampft Audi wegen der wirtschaftlichen Krise bei Mutterkonzern Volkswagen bald sein ambitioniertes Formel-1-Projekt ein?

"Nein. Das Projekt ist komplett losgelöst. Sowohl vom Volkswagen-Konzern als auch von Audi als Unternehmen. Das war und ist uns immens wichtig", betonte CEO Gernot Döllner gegenüber "Sport Bild".

Der 57 Jahre alte Manager führte aus: "Deswegen haben wir vor dem Schritt Richtung Formel 1 vor drei Jahren einen Business-Case aufgestellt, der eine eigenständige Finanzierung beinhaltet. Ziel ist, dass dieser noch in diesem Jahrzehnt Break-even erreicht."

Laut Döllner hat sich an Audis ehrgeizigem Vorhaben, 2030 die Formel-1-Weltmeisterschaft zu gewinnen, nichts geändert. "Das ist nach wie vor unser Ziel, ja. Wir werden – und haben auch schon – auf dem Weg dorthin Rückschläge hinnehmen müssen. Aber das gehört dazu. Dessen waren wir uns bei der Formulierung der Zielsetzung bewusst."

Andere Hersteller hätten in der Historie der Formel 1 einen solch rasanten Aufstieg schon geschafft, so Döllner. "Wir wollen die Nächsten sein, denen das gelingt. Dafür müssen wir strikt unserem ambitionierten Plan folgen und dürfen große Entscheidungen nicht scheuen."

Eine davon war die Trennung von Teamchef Jonathan Wheatley, als sich der Rennstall "noch einmal neu aufgestellt" habe, wie der Audi-Boss erklärte.

Formel 1: Audi-Boss lehnt Wheatley-"Spekulationen" ab

Musste der Brite tatsächlich gehen, weil er mit Formel-1-Konkurrent Aston Martin über einen Wechsel verhandelte? "Zu Spekulationen über die Gründe äußern wir uns nicht", sagte Döllner. "Das sind aber Momente, in denen man kurz innehält und sich fragt, wie es jetzt weitergeht."

Wheatley sei "ein Schlüsselfaktor für das Team" gewesen. Audi habe mit Nachfolger Mattia Binotto aber schnell eine Lösung gefunden, "mit der wir sehr glücklich sind", stellte Döllner klar.

Nach einer Schulnote für die bisherige Debütsaison in der Formel 1 gefragt, vergab der Audi-CEO "eine solide 2". Es fehle bislang "das Quäntchen Glück" zur Bestnote, zu Döllner. "An der einen oder anderen Ecke hätten wir mehr Punkte einfahren können, wurden aber durch eigene Fehler, Pech oder technische Probleme ausgebremst."

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ItalienKimi AntonelliMercedes AMG F1 Team380
2NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing261
3GroßbritannienLewis HamiltonFerrari259
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team250
5MonacoCharles LeclercFerrari245

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