Nico Hülkenberg und Audi waren beim Großen Preis von Bahrain drauf und dran, den nächsten WM-Zähler einzufahren. Am Ende standen der Rennstall und der deutsche Formel-1-Star aber mit leeren Händen da - auch, weil sehr viel gegen das Team mit den vier Ringen lief.
Das turbulente Formel-1-Rennen in Malaysia begann für Audi und Nico Hülkenberg noch mit einem Glücksfall. Weil der Start abgebrochen werden musste, konnten die Ingolstädter ihren taktischen Fehler selbst ausbügeln und noch vor dem Start von den Trocken- auf die Intermediate-Reifen wechseln.
Als "zu ambitioniert" bezeichnete Hülkenberg die Wahl des Slicks, der auf feuchter Strecke nicht konkurrenzfähig war. "In der Vergangenheit trocknete es hier schnell, aber heute hat wohl die Sonne gefehlt", meinte der Emmericher.
Hülkenberg: "Ich wollte mein Lenkrad fressen!"
Nur wenige Runden später gingen Hulk und Co. ins Risiko und wechselten bei abtrocknender Strecke früh zurück auf die Slicks. Der Plan wurde jedoch nur Sekunden später torpediert. Valtteri Bottas drehte sich ins Kiesbett und löste eine Safety-Car-Phase aus. Statt eine Aufholjagd zu starten, musste Hülkenberg tatenlos zusehen, wie alle Intermediate-Fahrer einen freien Stopp "geschenkt" bekamen.
"Ich wollte mein Lenkrad fressen! Das war mies. Ich fühlte mich mutig, wie ein Held, es schien bis Kurve sechs gut zu klappen, dann kommt das Safety Car", ärgerte sich der Deutsche über die verpasste Chance.
Mit den gleichen Waffen wie die Konkurrenz ausgestattet, hatte Hülkenberg in seinem R26 große Mühe, den nötigen Speed zu finden. "Am Ende waren wir vom Gesamtpaket her einfach nicht stark genug. Vor allem die letzte Kurve hat uns sehr viele Probleme gemacht und auf den Geraden war es ebenfalls sehr mühsam", analysierte er nach dem Rennen, das er auf Platz elf beendete, weil er in der letzten Runde noch von Arvid Lindblad kassiert wurde.
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Zu allem Überfluss kassierte Audi nach dem Rennen auch noch eine Strafe. Grund war eine Panne bei einem von Hülkenbergs Stopps. Das Signal sprang auf Grün, obwohl noch ein Mechaniker am Auto arbeitete. Hülkenberg rollte los, brachte den Wagen aber schon 0,2 Sekunden später zum Stehen. "Irgendwie ist sein Schraubenzieher steckengeblieben. Es war nicht der sauberste Stopp, aber ich hoffe, er ist in Ordnung", erklärte der Emmericher.
Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand, die FIA sprach anschließend dennoch eine Strafe in Höhe von 30.000 Euro gegen das Team aus, von denen 20.000 Euro zur Bewährung ausgesetzt wurden.




