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"Da habe ich richtig Schiss bekommen"

Rosberg packt über Formel-1-"Ultra-Schock" aus

Nico Rosberg (l.) fuhr in der Formel 1 an der Seite von Michael Schumacher
Nico Rosberg (l.) fuhr in der Formel 1 an der Seite von Michael Schumacher
Foto: © imago sportfotodienst
06. Oktober 2026, 12:37
sport.de
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Der frühere Formel-1-Pilot Nico Rosberg wurde 2010 vom Wechsel von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher zu Mercedes kalt erwischt.

"Das war der Ultra-Schock! Der Größte aller Zeiten, der Unantastbare, der, den nie jemand schlagen konnte. Crazy, da habe ich mal richtig Schiss bekommen. So hatte ich das nicht geplant", schilderte Rosberg dem "Spiegel".

Der heute 41-Jährige hatte kurz vorher selbst erst bei den Silberpfeilen angeheuert. Ob er diese Entscheidung auch so getroffen hätte, wenn er zu dem Zeitpunkt schon vom Schumacher-Coup gewusst hätte? "Ich weiß es nicht. Mercedes ist Mercedes. Und so viele attraktive Alternativen gab es ja nicht. Aber vielleicht hätte ich auch dankend abgelehnt, weil mir mein Vater vehement davon abgeraten hätte."

Keke Rosberg, der seinen Sohn damals als Manager betreute, schlug nach der Verpflichtung Schumachers Alarm, schilderte der Formel-1-Champion von 2016. "Als Michael feststand, hat er gesagt: 'Du musst da so schnell wie möglich weg.' Das war seine Wortwahl: Weg da, so schnell wie möglich", sagte Nico Rosberg.

Wie Rosberg sr. zu dieser Einschätzung kam? "Mein Vater hat in den Neunzigerjahren als Manager neben [Mika] Häkkinen einen weiteren Finnen betreut, J. J. Lehto. Und der landete im Lauf seiner Formel-1-Karriere 1994 bei Benetton, als Kollege von Schumacher. Da hatte Michael schon das ganze Team nach seinen Vorstellungen um sich herum gebaut, sehr clever und zielgerichtet. J. J. durfte nicht mal in das Ingenieursmeeting, der sollte gar nichts wissen und wurde komplett ausgeschlossen", erläuterte Nico Rosberg.

Formel 1: Rosberg ein "Nobody", Schumi "der liebe Gott"

Sein Vater sei "extrem traumatisiert" gewesen, "weil sein Schützling am Ende der Saison bei Benetton rausflog und keinen Job mehr in der Formel 1 fand", so der ehemalige Rennfahrer.

Er sei damals bei Mercedes ein "Nobody" gewesen, Schumacher "der liebe Gott", betonte Rosberg. "Und so lag die ganze Aufmerksamkeit des Teams sofort auf Schumacher. Das ging so weit, dass wir vor dem ersten Rennen in Bahrain gemeinsam im Strategiemeeting saßen. Als Erstes hat unser Strategiechef die Rennstrategie für Michael mit Michael besprochen. Dann hat er Michael meine Strategie erklärt. Ich saß daneben. Ich fand, ich existiere gar nicht. Ich war wie heiße Luft da. So was ist für einen jungen Fahrer natürlich schwierig."

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ItalienKimi AntonelliMercedes AMG F1 Team380
2NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing261
3GroßbritannienLewis HamiltonFerrari259
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team250
5MonacoCharles LeclercFerrari245

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