Julian Brandt hat wie Niklas Süle und Salih Özcan am Freitagabend sein letztes Heimspiel für Borussia Dortmund absolviert. Nach dem 3:2 (2:1) gegen Eintracht Frankfurt äußerte sich der 30-Jährige auch zu seiner Zukunft. Sein Cheftrainer Niko Kovac ahnt bereits, wohin es den Offensivspieler ziehen könnte.
Julian Brandt wollte sich so kurz nach dem Sieg gegen Frankfurt in seinem letzten Heimspiel für den BVB keine allzu klare Aussage entlocken lassen, bei welchem Verein er nach der Saison einen neuen Vertrag unterzeichnet. Zumindest einen Zeitplan deutete Brandt, der Borussia Dortmund gegen die Eintracht als Kapitän aufs Feld geführt hatte, an.
"Ich bin da sehr geordnet", sagte er bei "Sky" zum Entscheidungsprozess: "In manchen Doppelpass-Runden wirft man dafür zwei Euro ins Sparschwein. Aber: Ich mache einen Schritt nach dem anderen. Das wird sich nicht bis in den August ziehen, das kann ich sagen."
Medienberichten zufolge soll vor allem Atlético Madrid Interesse am Offensivspieler zeigen, die Rojiblancos suchen einen Ersatz für Superstar Antoine Griezmann. Auf die Frage, ob er schon Spanisch spreche, entgegnete Brandt mit einem Lächeln: "Un poco", also "ein bisschen". Sein Kumpel Niklas Süle, ebenfalls zum Interview am "Sky"-Tisch, sprang sogleich zur Seite und deutete an, dass dies auch andere Gründe haben könnte. Der Noch-BVB-Profi soll Berichten zufolge mit einer Spanierin zusammen sein.

Julian Brandt ist "nach wie vor sehr ambitioniert"
Angesprochen auf seine Zukunftspläne gab Brandt später zu Protokoll, "nach wie vor sehr ambitioniert" zu sein. "Ich habe viele gute Ideen, viele Gedanken, aber es ist am Ende immer die Frage, was ist umsetzbar und vor allem, was macht auch Sinn. Am Ende soll es auch darum gehen, diese Sportart zu genießen und Spaß zu haben. Das ist für mich das Wichtigste."
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Julian Brandt kam 2019 zu Borussia Dortmund, machte allein für den BVB 306 Pflichtspiele, in denen er 57 Tore und 70 Vorlagen lieferte. Für die deutsche Nationalmannschaft stand er 43 Mal (drei Tore) auf dem Feld.
Kovac hat "Vorahnung" zu Brandt-Zukunft
BVB-Cheftrainer Niko Kovac hat derweil schon eine Idee, wohin Julian Brandt wechseln könnte, wenngleich er diese für sich behielt: "Er wird sicherlich die richtige Entscheidung treffen. Ich habe da schon eine Vorahnung, aber ich weiß es nicht hundertprozentig. Ich denke, das wird eine gute Lösung."
Dass es Brandt ins Ausland zieht, auch aus Italien und England soll Berichten zufolge Interesse bestehen, sei für den 54-Jährigen im Grunde klar: "In Deutschland gibt es nicht mehr allzu viele Gute, die er jetzt bespielen kann."
Für den Mittelfeldmann geht es vorerst darum, "die Saison jetzt sauber zu Ende zu bringen", wie er bei "Sky" betonte. Nach den zuletzt drei Niederlagen in den Spielen gegen Leverkusen (0:1), Hoffenheim (1:2) und Gladbach (0:1) habe man das klare "Ziel, auch in Bremen nochmal zu gewinnen".
Dass der gebürtige Bremer ausgerechnet sein wohl vorerst letztes Bundesligaspiel beim SV Werder bestreitet, sei derweil etwas ganz Besonderes: "Man könnte fast meinen, dass ich selbst beim Spielplan mitgewirkt habe. Der Kern meiner Freunde und meiner Familie ist in Bremen. Die werden da zahlreich erscheinen. Ich habe zwar nie eine Historie bei Werder Bremen gehabt, aber weil ich früher selbst in der Kurve stand und mitgefiebert habe, ist es natürlich immer etwas Emotionales. Es ist eine Geschichte, die man sich nicht schöner hätte schreiben können."































