Hätte Paris Saint-Germain im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Bayern (1:1) Mitte der ersten Hälfte einen Platzverweis kassieren müssen? Und warum gab es wenig später keinen Elfmeter? Die Münchner ärgern sich nach dem Königsklassen-K.o. über gleich zwei Szenen.
In der 29. Spielminute berührte PSG-Linksverteidiger Nuno Mendes den Ball bei einem Münchner Angriff unübersehbar mit dem Arm. Der Portugiese war nach einem Foulspiel bereits gelb-verwarnt. Der FC Bayern forderte somit den Platzverweis.
Doch Schiedsrichter Joao Pinheiro entschied auf Freistoß für PSG. Der Referee wollte zuvor ein strafbares Handspiel von Bayerns Rechtsverteidiger Konrad Laimer bei der Ballmitnahme erkannt haben.
"Man hat eindeutig gesehen, dass der Ball bei Laimer an den Bauch, an den Oberschenkel, an die Hüfte ging. Dementsprechend hätte es in der Folge eine Gelb-Rote Karte für Mendes geben müssen. Das ist eine klare Fehlentscheidung", legte sich der frühere FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer als "ZDF"-Experte fest.
"Ich habe dreimal die Bilder beobachtet. Und ich habe kein einziges Bild gesehen, wo Konrad Laimer den Ball mit der Hand berührt", ärgerte sich Bayerns Trainer Vincent Kompany.
"Der Schiedsrichter pfeift mein Handspiel, als die Aktion von ihm schon passiert ist. Das habe ich schon im Spiel komisch gefunden. Es wäre schon ein sehr entscheidender Moment gewesen, wenn da ein Spieler nach 20 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz geht", erklärte Laimer die Situation aus seiner Sicht.
"Wenn sie eine Gelb-Rote Karte kriegen, sieht alles wieder anders aus", meinte Münchens Sportvorstand Max Eberl: "Und das sind Momente, die leider heute nicht auf unserer Seite waren."
Deshalb erhielt der FC Bayern keinen Handelfmeter
Kurz nach der Mendes-Szene protestierte der FC Bayern erneut. PSG-Star Joao Neves bekam den Ball nach einem Klärungsversuch von Teamkollege Vitinha im eigenen Strafraum an den abgespreizten Arm. Pinheiro gab keinen Elfmeter, die richtige Entscheidung.
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Denn: Wird ein Spieler bei einem Schuss oder Kopfball eines Mitspielers an der Hand oder am Arm vom Ball getroffen, liegt laut Regelwerk kein strafbares Handspiel vor.
"Ob es vom eigenen Spieler ist oder nicht, das ist bisschen Quatsch, ein bisschen Blödsinn", meinte Kompany bei "DAZN".




















