Bereits 1999 hängte die deutsche Tennis-Ikone Boris Becker den Schläger endgültig an den Nagel. Rund 27 Jahre später hat der ehemalige Weltranglistenerste noch einmal für einen Rekord gesorgt.
Boris Becker selbst profitiert von dieser Bestmarke nicht, die Bedeutung, die der 58-Jährige für den Tennis-Sport hatte, untermauert sie aber fraglos: Bei einer Internet-Auktion wurde Boris Beckers Pokal für den Triumph bei den US Open 1989 für 357.546 US-Dollar (rund 304.000 Euro) versteigert - und ist damit nun die teuerste Tennis-Trophäe der Welt.
Die DTB-Ikone selbst sieht von dem Geld allerdings nicht. Becker hatte die Trophäe einst der International Tennis Hall of Fame als Leihgabe überlassen und 2019 im Zuge seines Insolvenzverfahrens abgegeben. Damals erzielte der Pokal bei der Versteigerung "lediglich" 167.000 Euro.
Dass sich ausgerechnet Beckers einziger Erfolg bei den US Open besonders gut zu Geld machen ließ, ist allerdings kein Zufall.
Die US-Open-Trophäe ist besonders kostbar, da das Original ebenso wie die Spieler-Repliken von den New Yorker Edel-Juwelieren Tiffany & Co. angefertigt wird. Zudem kommen solche Trophäen nur äußerst selten zur Versteigerung. Das Startgebot lag bei 25.000 US-Dollar, den Zuschlag erhielt das 19. Gebot.
Djokovic-Schläger bislang die teuerste Tennis-Memorabilie
Aus dem Bereich der Tennis-Memorabilien erzielte bislang nur der Siegesschläger von Novak Djokovic von den Australian Open 2012 ein höheres Ergebnis. Das Arbeitsgerät des Serben ging im Februar 2026 für 540.000 Dollar über den Tisch.
Auch bei der jüngsten Auktion wurde ein Racket von Djokovic für viel Geld versteigert: Der Schläger, den der Rekord-Grand-Slam-Sieger im Finale der US Open 2018 führte, brachte 20.713 US-Dollar ein, nur Beckers Pokal übertrumpfte diese Summe. Aus dem einstigen Becker-Fundus wurden zudem die "Golden Ball Awards" aus den Davis-Cup-Finals 1989 (3509 US-Dollar) und 1988 (2899 US-Dollar) versteigert.











