Zwei Tage nach dem Absturz in die Drittklassigkeit der deutschen Tennis-Frauen hat Laura Siegemund beim WTA-Turnier in Stuttgart eine Enttäuschung vermieden.
Nach einem Satzrückstand kämpfte sich die Lokalmatadorin zu einem 4:6, 7:6 (7:4), 6:1 gegen die Bulgarin Viktoriya Tomowa und wurde ihrer Favoritenrolle in der ersten Runde doch noch gerecht. "Ich hatte meine Probleme. Wenn man nicht gut spielt, muss man fighten. Das habe ich gemacht", bilanzierte die 38-Jährige.
Siegemund schafft ungewöhnliches Kunststück im Tiebreak
Am ersten Tag des hochklassigen Sandplatz-Turniers entwickelte sich dank eines kuriosen Endes des zweiten Abschnittes das Match zugunsten der aktuell besten deutschen Tennisspielerin. Nach einem verpatzten Start in den Tiebreak kam die Metzingerin trotz eines 0:4-Rückstandes mit sieben Punkten in Serie zurück und entnervte ihre Kontrahentin auch mit ihren Stoppbällen.
Zuvor war die letztjährige Wimbledon-Viertelfinalistin und Stuttgart-Siegerin von 2017 zu fehlerhaft ins Match gestartet und hatte nur schwer ihren Rhythmus gefunden. Die ersten beiden Durchgänge waren von einem Auf und Ab geprägt. Der dritte Satz wurde dagegen zu einer klaren Angelegenheit.
Siegemund möchte nun Topspielerin Swiatek ärgern
Tomowa (31) war in der Qualifikation gescheitert, aber nach einer Absage als Lucky Loser doch noch in das Hauptfeld des Hallen-Turniers gerutscht. Im Achtelfinale steht Siegemund gegen die viermalige French-Open-Gewinnerin Iga Swiatek aus Polen nun vor einer deutlich schwierigeren Aufgabe.
Beim erneuten Abstieg der Tennis-Frauen im Billie Jean King Cup hatte die Schwäbin ebenso wie Eva Lys und Tatjana Maria in der vergangenen Woche gefehlt. Ihre Absage erklärte sie mit Oberschenkelproblemen, die sie auskurieren musste.
Im Stuttgarter Feld sind vier weitere Deutsche als Außenseiterinnen vertreten. Ella Seidel, Lys und Tamara Korpatsch sind am Dienstag gefordert, Noma Noha Akugue startet erst am Mittwoch.












