Kaum hat Borussia Dortmund den monatelangen Poker mit Nationalspieler Nico Schlotterbecks Zukunft beendet, wird sogleich munter über die Vertragsdetails spekuliert. BVB-Sportdirektor Ole Book ließ am Samstag alle Fragen zum Thema konsequent abblitzen.
Der neue Sportdirektor von Borussia Dortmund Ole Book hat Medienberichte über eine mögliche Ausstiegsklausel im neuen Vertrag von Abwehrspieler Nico Schlotterbeck weder bestätigen noch dementieren wollen. Im Vorfeld der Bundesliga-Übertragung wurde der 40-Jährige sowohl bei "Sky" als auch bei "DAZN" mehrfach auf die angeblich festgeschriebene Exit-Klausel angesprochen, stets wiegelte er konsequent ab.
"Es ist uns wichtig, dass wir nicht über Vertragsinhalte reden. Wir freuen uns, dass Nico sich entschieden hat zu bleiben", stellte er bei "DAZN" klar. Auf erneute Nachfrage, ob er die Klausel bestätigen wolle, entgegnete er. "Nein, es ist weiterhin so, dass wir keine Vertragsdetails preisgeben."
Bei "Sky" sagte er: "Wir haben uns die ganze Zeit nicht zu Vertragsinhalten geäußert, und das werden wir auch weiterhin nicht tun." Er sei sich "sehr sicher, dass Nico ganz lange bei uns bleiben möchte", ergänzte Book, wodurch er die Spekulationen wohl aber nicht beenden wird.
Unter anderem der "kicker" hatte nach der bestätigten Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck beim BVB bis 2031 berichtet, dass sich der Innenverteidiger eine Ausstiegsklausel hat verankern lassen. Sie soll bei zwischen 50 und 60 Millionen Euro liegen und nur für wenige Vereine gültig sein. Anschließend "Bild", dass die Option zumindest nicht für den FC Bayern gilt.
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Kritik am BVB: "Die Fans haben den Anspruch ..."
Unklar ist unterdessen, ab wann und wie lange die vermeintliche Ausstiegsklausel gültig ist. Der ehemalige Bundesliga-Trainer und heute "Sky"-Experte Mirko Slomka betonte im Zuge der Übertragung des Bundesliga-Spiels gegen Bayer Leverkusen, er gehe zumindest davon aus, dass sich der BVB insofern abgesichert haben dürfte, dass ein Wechsel im Sommer am Deadline Day nicht möglich ist - da man sonst so kurzfristig keinen Ersatz mehr verpflichten könnte.
Kritik hagelte es für den BVB derweil sogleich von Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann, der die "Situation für brandgefährlich" einschätzte. Der "Sky"-Mann geht davon aus, dass die Klausel schon im Sommer gezogen werden könnte: "Dass die Dortmunder das mitmachen, dass die Ausstiegsklausel schon zehn Wochen nach Vertragsunterschrift gezogen werden kann, das verstehe ich irgendwo nicht."
Der 52-Jährige legte nach: "Die Fans haben den Anspruch, dass Spieler spielen, wo sie wissen: Die sind nächstes Jahr auch noch da." Pikant: Von einigen BVB-Anhängern wurde Schlotterbeck am Samstag bei der Verkündung der Aufstellung gegen Bayer Leverkusen ausgepfiffen - womöglich wegen der Unklarheit über die Klausel.


























