Am vergangenen Wochenende traten bei der 0:1-Niederlage gegen RB Leipzig einmal mehr die derzeit wohl größten Baustellen im Kader von Borussia Mönchengladbach zutage. Auf beiden Außenverteidiger-Positionen wirkt der VfL sowohl in der Spitze als auch in der Breite unterbesetzt, ist hier im Sommer zum Handeln gezwungen. Einer der Wunschspieler kickt aktuell noch in der 2. Bundesliga.
Die Überforderung von Linksverteidiger Lukas Ullrich war gegen Leipzigs Flügelflitzer Yan Diomande am vergangenen Samstag derart offensichtlich, dass er von Gladbachs Cheftrainer Eugen Polanski nach erst 33 gespielten Minuten ausgewechselt wurde.
Der 22-Jährige erwies sich grundsätzlich noch nicht als der stabile Außenverteidiger, den sich die Klubverantwortlichen nach dem Verkauf von Luca Netz in Richtung Nottingham Forest im Winter erhofft hatten.
Der gebürtige Berliner zeigt sich auch nach 50 Bundesliga-Einsätzen noch immer zu wankelmütig in seinen Leistungen, bestritt in der laufenden Saison trotzdem bereits 20 Partien für die Fohlen.
Scally seit Dezember immer dabei
Als mögliche Verstärkung für den Sommer gilt laut "kicker" auch weiterhin David Herold vom Karlsruher SC. Der Linksfuß steht beim KSC noch bis 2027 unter Vertrag und wird schon seit Wochen am Niederrhein gehandelt. Etwas Spruchreifes gab es bis zuletzt von Borussia Mönchengladbach aber noch nicht zu vermelden.

Auf der rechten Abwehrseite sieht es in der laufenden Rückrunde nicht viel besser aus. Hier ist Joe Scally als Rechtsverteidiger praktisch ohne Backup unterwegs, obwohl auch er nicht fehlerfrei agiert. Ohne Eins-zu-eins-Backup ist der US-Nationalspieler unter Polanski trotzdem gesetzt und hat seit Dezember kein einziges Bundesliga-Spiel für Gladbach mehr verpasst.
Da auch Scally aber schon mehrfach mit einem England-Wechsel in Verbindung gebracht wurde, sind die Gladbacher hier so oder so zum Handeln gezwungen. Für beide defensiven Außenbahnen müssen neue und hochwertige Alternativen her.


























