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Knappe Niederlage gegen Lille

Pleite verdirbt dem SC Freiburg nicht die Stimmung

Der SC Freiburg musste sich geschlagen geben
Der SC Freiburg musste sich geschlagen geben
Foto: © IMAGO/Baptiste AUTISSIER
29. Januar 2026, 23:05

Trotz einer Niederlage zieht der SC Freiburg ohne den Umweg über die Zwischenrunde direkt in das Achtelfinale der Europa League ein.

Zum Abschluss der Liga-Phase unterlag die Mannschaft von Trainer Julian Schuster mit 0:1 (0:0) beim OSC Lille. Das Ergebnis genügte dennoch, um einen Platz unter den besten acht Teams zu behaupten. Ein Foulelfmeter von Olivier Giroud (90.+2) besiegelte die späte Niederlage.

Schon vor Anpfiff stand fest, dass dem Fußball-Bundesligisten ein Punkt reichen würde, um die Playoffs zu überspringen und sich dadurch zwei freie Wochen zu verschaffen. Angesichts der Dreifach-Belastung aus Liga, Europa League und DFB-Pokal war es daher nachvollziehbar, dass die Gäste einen defensiven Ansatz wählten. 

Dieser war jedoch so defensiv, dass sie über das gesamte Spiel hinweg gänzlich ungefährlich blieben. Viel zwingender agierte aber auch Lille nicht aus dem Spiel heraus - trotz einer Überzahl in der Schlussphase nach der Roten Karte für Maximilian Eggestein (74.). Aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz blieb aber auch die Niederlage folgenlos.

Lille in diesem Kalenderjahr noch sieglos

Die formschwachen Nordfranzosen gingen mit fünf Pflichtspielniederlagen nacheinander in die Begegnung gegen den Bundesliga-Siebten. Dennoch hatte Schuster vor den Gastgebern gewarnt - insbesondere vor Ex-Weltmeister und Routinier Giroud. 

"Man darf nicht nur die Resultate anschauen, sondern auch die Spiele", sagte der Coach und verwies unter anderem auf das 0:3 bei Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain. "Auch gegen PSG haben sie gut ins Spiel gefunden. Ich würde es so einschätzen, dass es in der Liga-Phase die schwierigste Aufgabe für uns ist."

Freiburg steht tief

Mit seiner Vermutung sollte der 40-Jährige recht behalten, obwohl der eigentliche Zielspieler Giroud nicht in der Startelf stand. Lille setzte auf schnelle, bewegliche Angreifer und strahlte in Ansätzen Gefahr aus. Die Freiburger standen dagegen tief und kamen in der ersten Halbzeit zu keiner einzigen Offensivaktion. Allerdings wurde auch SC-Torhüter Noah Atubolu nicht wirklich gefordert.

"Wenn man es mit dem Ball nicht ganz so gut macht, dann muss man es zumindest zu Ende verteidigen", sagte Sportvorstand Jochen Saier, der im Interview bei RTL+ in der Halbzeitpause aber auf eine Steigerung hoffte: "Man würde sich schon wünschen, dass wir mit dem Ball ein bisschen besser werden."

Partie nach Wiederbeginn offener

Die Freiburger ließen den Worten zumindest kurzzeitig Taten folgen: Junior Adamu fehlte kurz nach Wiederbeginn jedoch zunächst die Handlungsschnelligkeit (51.). Kurz vor seiner Auswechslung verzog er dann auch noch frei vor dem Gehäuse von Lille völlig (57.). Auf der Gegenseite scheiterte Matias Fernandez-Pardo allein vor Atubolu, der sich bei einem Heber nicht überlisten ließ (64.). 

Das Spiel war nun etwas temporeicher. Atubolu hatte bis zum Abpfiff mehr zu tun, konnte von den Lille-Angreifern aber auch nach Eggesteins Platzverweis erst durch Elfmeter in der Nachspielzeit durch Giroud überwunden werden.

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