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Neues, altes Erfolgsrezept beim FC Barcelona

La Masia statt Millionen! Wird Barca zum BVB plus?

Barcas neue Hoffnungsträger: Ansu Fati, Pedri und Gavi (v.l.)
Barcas neue Hoffnungsträger: Ansu Fati, Pedri und Gavi (v.l.)
Foto: © Alejandro Garcia via www.imago-images.de
08. Dezember 2021, 14:31
sport.de
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Die Zeiten, in denen beim FC Barcelona ein Ensemble an absoluten Superstars zusammen kickte und um alle großen Trophäen dieser Fußball-Welt mitspielte, sind vorerst vorbei. Aufgrund einer ebenso selbstverschuldeten wie einzigartigen finanziellen Misere mussten Topverdiener abgegeben werden. Die Notlage bietet allerdings auch eine Chance: Gerade für junge Talente dürfte Barca derzeit sehr attraktiv sein.

Als der gerade ins Amt gewählte Präsident Joan Laporta im März 2021 das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte damit beauftragte, die Finanzen des FC Barcelona unter die Lupe zu nehmen, dürfte er schon eine böse Vorahnung gehabt haben. Das tatsächliche Ausmaß der konsequent ignorierten Misswirtschaft dürfte aber auch Laporta kalt erwischt haben. Von "besorgniserregenden" Ergebnissen war bereits im August die Rede, vor Kurzem folgte dann die offizielle Bestätigung: Schulden in schwindelerregender Höhe von 1,35 Milliarden Euro plagen die Katalanen, technisch gesehen ist der Klub bankrott. 

Vor allem in der spanischen Presse scheint diese Meldung allerdings noch immer nicht angekommen zu sein: Ranken sich Gerüchte um einen der Topstars der Szene, fällt wie selbstverständlich auch der Name FC Barcelona. Dass man die Haalands, Mbappés und Co. der Szene bezahlen kann, ist derzeit allerdings völlig ausgeschlossen. Die Not könnte aber auch die neue Stärke des Vereins werden, zumal die ersten Weichen bereits gestellt sind.

Schweren Herzens und von dicken Krokodilstränen begleitet musste man den Vertrag mit Lionel Messi, jenem Spieler, der seit über einem Jahrzehnt Gesicht und Erfolgsgarant des Vereins war, in Richtung Paris ziehen lassen. Die ebenfalls hochbezahlten Miralem Pjanic und Antoine Griezmann wurden zudem verliehen, um den völlig überlasteten Gehaltsetat wenigstens etwas zu entlasten. In Spanien darf ein Klub maximal 70 Prozent seiner Einnahmen für Spielergehälter investieren, Barca lag im Sommer bei 110 Prozent.

Ein rigoroserer Kahlschnitt auf der Ebene der Top-Verdiener wäre wünschenswert gewesen, blieb jedoch aus, da für einige Stars schlicht keine Abnehmer gefunden wurden, die die hohen Millionengehälter übernehmen wollten. 

Doch mitten in der Krise hat man sich bei den Blaugrana an eine alte Tugend erinnert: Die überragende Jugendarbeit! Top-Talente aus der eigenen Akademie "La Masia" tummelten sich schon immer in den Reihen des FC Barcelona, aktuell sind sie aber geforderter denn je.

Gavi schon mit 17 Jahren Stammspieler

Das 17-jährige Mega-Talent Gavi stand in dieser Saison schon 18 Mal auf dem Rasen, wird längst als legitimer Iniesta-Nachfolger angesehen. Außenstürmer Ansu Fati (19) gilt schon seit Jahren als möglicher Messi-Erbe. Ohne den Argentinier vor seiner Nase könnte er nun richtig durchstarten, sollten Verletzungen ihn nicht einmal mehr ausbremsen. 

Weitere Eigengewächse haben im Laufe dieser Saison ihren Platz neben den letzten verbliebenen Barca-Altstars Piqué und Busquets gefunden: Nicolás González (19 Jahre) bestritt im Mittelfeld schon 15 Saisonspiele, Innenverteidiger Óscar Mingueza (22 Jahre) stand ebenso oft in der zentralen Abwehr vor dem deutschen Keeper Marc-André ter Stegen.

Linksverteidiger Alex Baldé (18 Jahre), Innenverteidiger Eric García (20 Jahre) und Mittelfeldmann Riqui Puig (22 Jahre) bekommen ebenfalls immer mehr Einsatzzeiten und Vertrauen geschenkt. 

 

Pedri-Rückkehr sehnsüchtig erwartet

Das wohl größte Juwel im Barca-Kader befindet sich allerdings im verletzungsbedingten Wartestand. Der frisch gekürte Golden Boy Pedri war in diesem Jahr absoluter Dauerbrenner und -läufer des FC Barcelona sowie der spanischen Nationalmannschaft in allen großen Wettbewerben, bestritt seit Sommer 2020 bis Oktober dieses Jahres über 70 Pflichtspiele (!). Auf seine Rückkehr wartet der ganze Klub.

Erinnerungen an einen überragenden FC Barcelona um Messi, Piqué, Busquets, Xavi, der den Neuanfang seit Kurzem an der Seitenlinie dirigieren soll, oder Iniesta drängen sich auf. 

 

Auffallend in diesem Zusammenhang: Pedri und Fati hätten sich zuletzt eigentlich einen neuen Arbeitgeber aussuchen können, hielten Barca jedoch die Treue und verlängerten ihre Verträge. Mehr als ein Fingerzeig für die Zukunft des Klubs!

Die Rechnung der Überflieger lässt sich allerdings leicht nachvollziehen. Der FC Barcelona stellt weiterhin eine der strahlendsten Weltmarken im europäischen Fußball dar, die Rückkehr in die absolute Spitze dürfte nur eine Frage der Zeit und die Chance auf Einsatzzeit für blutjunge Talente selten größer gewesen sein. 

Ein Umstand, der sich auch auf dem Transfermarkt als Pfund erweisen dürfte, wenn die hochgehandelten Top-Talente einen passenden neuen Arbeitgeber suchen. 

Barca orientiert sich am BVB

Ein Vergleich zur deutschen Nummer zwei Borussia Dortmund liegt nahe. Auch der BVB hat es in den letzten Jahren immer wieder geschafft, vielversprechende Talente mit der Aussicht auf viel Spielzeit in Bundesliga und Königsklasse von einem Wechsel zu überzeugen.

In Barcelona könnte ein ähnliches Modell gefahren werden. Beide Vereine trennt allerdings ein entscheidender Faktor: Während der BVB von vielen Talenten als perfektes Sprungbrett oder Zwischenstation zur ganz großen Karriere gesehen wird, ist ein Engagement beim FC Barcelona für viele Fußballer ohnehin die ultimative Erfüllung eines Traums. Die Chance, das nächste ganz große Team aufzubauen, scheint zum Greifen nahe.  

Entscheidend über den Erfolg oder den Misserfolg der neuen, alten Barca-Philosophie wird allerdings sein, wie viel Zeit der aufsteigenden Spielergeneration eingeräumt wird, um sich nicht nur die ersten Sporen, sondern auch die Titel zu verdienen.

Das Anspruchsdenken in der Führungsriege ist trotz der Milliardenschulden und der Star-Abgänge nicht viel kleiner geworden. Der Blick auf die derzeitige LaLiga-Tabelle mit 16 Punkten Rückstand auf Erzrivale Real Madrid wird den zurückgekehrten Präsidenten Joan Laporta schwer in den Schlaf kommen lassen. 

Für etwas Entspannung könnte eine Überraschung am Mittwochabend sorgen. Dann gastiert der FC Barcelona beim deutschen Rekordmeister FC Bayern, ein Punktgewinn dürfte mindestens notwendig sein, um das erste Aus in der Gruppenphase der Champions League seit 17 Jahren zu vermeiden.

Mats-Yannick Roth

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