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Balotelli & Co.: Neuer Wind an der Côte d'Azur

Mario Balotelli (r) glänzte zuletzt bei seinem Debüt für OGC Nice
Mario Balotelli (r) glänzte zuletzt bei seinem Debüt für OGC Nice
Foto: © imago sportfotodienst
15. September 2016, 15:30

Die großen Titel des OGC Nizza stammen aus Zeiten, an die sich heute kaum noch jemand wirklich erinnern kann. Zwischen 1951 und 1959 feierte der Klub den Gewinn von gleich vier französischen Meisterschaften. Seither ist es deutlich ruhiger geworden um die Mannschaft von der Côte d'Azur – bis jetzt.

In den letzten Jahren kam einiges in Bewegung bei den Südfranzosen. Vor drei Jahren der Umzug in die neue Multifunktionsarena. Vor kurzem der Einstieg eines chinesisch-amerikanischen Konsortiums. Mit Lucien Favre übernahm ein neuer Trainer das Zepter an der Seitenlinie und beerbte damit Claude Puel, den es in die Premier League zu Southampton verschlug. Zudem folgten zuletzt im Rahmen einer neuen Transferpolitik einige umstrittene Spielerpersönlichkeiten dem Ruf aus Nizza.

Doch im Augenblick scheint das neue Konzept an der Côte d'Azur aufzugehen. Noch ungeschlagen rangiert der Verein nach vier Spieltagen auf Platz zwei der Ligue 1, was eine schon lange nicht mehr dagewesene Euphorie in der Region rund um den Klub ausgelöst hat. Diese wird zudem durch Transfers wie der Verpflichtung von Enfant terrible Mario Balotelli angeheizt.

"Keine Sonderbehandlung" für Balotelli

Der in den letzten Jahren etwas ins sportliche Hintertreffen geratene italienische Stürmerstar entschied sich kurz vor Ende der Transferperiode für ein Egagement bei den Franzosen und ließ bei seinem ersten Einsatz gegen Olympique Marseille gleich Taten folgen. Nach dürftigen Jahren in England und Italien zeigte er sich endlich wieder torgefährlich und erntete dafür großes Lob in der internationalen Presse.

"Er weiß, dass es keine Sonderbehandlung geben wird. Wenn er es verdient zu spielen, wird er weiter spielen. Wenn nicht, dann nicht", kündigte Favre dennoch eine konsequente Gangart gegenüber dem umstrittenen Stürmer an. Der 58-Jährige ist aber von den Qualitäten seines neuen Torjägers überzeugt: "Wichtig ist, dass er weiter Gas gibt, dass er fit ist. Dann wird er uns helfen. Was er neben dem Platz macht, ist mir egal. Aber er muss Profi sein."

Dante soll die junge Spieler führen

Neben dem Italiener gingen die OGC-Verantwortlichen auch bei weiteren Verpflichtungen ein hohes Risiko ein. Zwar konnte man mit Dante einen international erfahrenen Innenverteidiger vom VfL Wolfsburg loseisen, dennoch bleibt bei dem mittlerweile 32-Jährigen die Frage, ob er noch auf höchstem sportlichen Niveau mithalten kann. In der Bundesliga und Champions League durchlebte der Brasilianer zuletzt eher eine durchwachsene Saison.

In Nizza setzt Favre nun trotzdem voll auf seinen alten Schützling aus gemeinsamen Gladbacher Zeiten: "Dante hat sich nicht verändert. Er ist sehr direkt und angenehm. Er will jedes Spiel gewinnen. Es ist sehr gut, so einen Spieler und Menschen im Team zu haben, weil wir viele junge Spieler haben, die einen erfahrenen Mann wie Dante brauchen.''

Für den brasilianischen Verteidiger war vor allem Lucien Favre der Grund, die Bundesliga zu verlassen und in den Süden Frankreichs zu ziehen: "Mir hat das Projekt hier in Nizza gefallen, dazu natürlich die Aussicht, wieder mit meinem ehemaligen Trainer zusammenzuarbeiten. Ich mag den Stil, den er spielen lässt. Ich bin diesen Stil gewohnt, das ist natürlich ein Plus für mich." Für die Zukunft hat Dante deshalb auch große Pläne – er will mit seinem neuen Team so schnell wie möglich in die Champions League einziehen.

Neben Balotelli verpflichtete der Favre-Klub mit Younès Belhanda allerdings noch einen weiteren als schwierig geltenden Profi kurz vor Schließung des Transferfensters. Der Franzose, der sich zuletzt auf Leihbasis beim FC Schalke nicht für ein weiteres Engagement in der Bundesliga empfehlen konnte, wurde nun von seinem Stammverein Dinamo Kiev an OGC verliehen. Hier erhofft man sich nun, dass der Offensivspieler nach seiner aktuell noch auszukurierenden Verletzung wieder an die Form anknüpfen kann, mit der er durch starke Auftritte beim HSC Montpellier einst internationale Begehrlichkeiten weckte.

''Natürlich haben wir am letzten Tag der Transferperiode Mario Balotelli und Younès Belhanda dazu bekommen, über die viel gesprochen wurde. Beide Spieler haben eine OP hinter sich und werden am Anfang nicht gleich bereit sein'', bat Favre um etwas Geduld mit den Last-Minute-Transfers.

Das sportliche Risiko überwiegt

Sportlich gehen die Franzosen mit ihrer Mischung aus jungen Talenten wie dem neuen offensiven Mittelfeldspieler Arnaud Lusamba und ihren umstrittenen neuen Stars ein hohes Risiko, finanziell zeigte sich der Klub aber trotz der neuen Investoren noch sehr bodenständig. Mit einem Jahresetat von knapp über 40 Millionen Euro gehört OGC Nice auch in Frankreich bei weitem noch nicht zur Spitzengruppe und auch in dieser Transferperiode wirtschafteten die Verantwortlichen trotz Namen wie Dante oder Balotelli noch sehr verantwortungsvoll. Mit Nampalys Mendy verlor der Klub für 16 Millionen Euro einen Schlüsselspieler an den englischen Meister Leicester City, im Gegenzug gab man insgesamt nur rund 14 Millionen Euro für Neuzugänge aus.

Sicherlich dürften die Gehaltszahlung der Herren Dante, Belhanda und Balotelli auch nicht all zu niedrig ausfallen, dennoch steht bei diesen Transfers das sportliche Risiko im Vordergrund. Rufen die Spieler ihr Potenzial ab, sollte zumindest eine gute Platzierung in der französischen Liga und ein ordentlicher Auftritt in Europa drin sein. Doch dafür müssen die Spieler wohl genauso bodenständig bleiben, wie der restliche Verein. Bei der Personalie Balotelli darf man da aber noch seine Zweifel haben. Nach seiner Galavorstellung gegen Marseille ließ der Italiener in seiner Euphorie verlauten: "In zwei, drei Jahren kann ich den Goldenen Ball des Weltfußballers gewinnen." Das bleibt wohl abzuwarten.

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