Beim Qualifying zum Großen Preis von Brasilien hat Formel-1-Pilot George Russell am Samstag die Pole nur um zwei Zehntelsekunden verpasst. Schuld daran war eine Fehleinschätzung seines Teams, die den Briten mächtig ärgert.
Die Teamleitung der Silberpfeile hatte ihn in Q3 aufgefordert, eine schnelle Runde abzubrechen. Im Anschluss nahm der Regen in Sao Paulo zu, sodass sich Russell nicht mehr verbessern konnte.
"Das war definitiv eine Pole-Runde", sagte der Mercedes-Fahrer nach der Session über die abgebrochene Hotlap. "Wir haben uns verschätzt und ich will verstehen, was genau passiert ist. Der Regen war unterwegs und wir hätten die Runde einfach beenden sollen."
Nach schweren Wochen hatte Russell in Brasilien endlich wieder ganz vorne angeklopft. Der interne Fehler ist für ihn nun umso bitterer.
"Ich habe mich dort draußen gut gefühlt. Es war das erste Mal seit einer Weile, dass ich wirklich Selbstvertrauen im Auto hatte. Im Regen habe ich mich noch besser gefühlt als im Trockenen. Deshalb weiß ich nicht, was das sollte", ärgerte sich Russell weiter.
Schwierige Zeit für Russell in der Formel 1
Schon während des Qualifyings hatte er am Samstag scharfe Worte an die Teamleitung geschickt. "Ihr habt mir verdammt nochmal gesagt, vom Gas zu gehen. Was zur Hölle?", fluchte Russell. "Ich will nicht Zweiter sein. Ich will auf Platz eins."
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Teamchef Toto Wolff versuchte, am Funk zu beschwichtigen. Mercedes-Vize Bradley Lord erklärte nach dem Qualifying, dass Russell auf seiner schnellen Runde auf Alex Albon aufgelaufen wäre. Dies habe man verhindern wollen, weil man glaubte, noch genügend Zeit für eine weitere Runde zu haben. Das war war nicht der Fall.
Auf Polesetter Lando Norris fehlten Russell letztlich zwei Zehntel. Wegen eines Motorenwechsels bleibt es für ihn aber nicht einmal beim zweiten Startplatz. Durch die Strafversetzung muss der Teamkollege von Weltmeister Kimi Antonelli am Sonntag als Siebter ins Rennen gehen.


