Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten sorgt im Motorsport weiter für Diskussionen. Während die MotoGP in Katar an den Start geht und bereits erste Teams Konsequenzen ziehen, stehen auch die bevorstehenden Formel-1-Rennen in der Region im Fokus. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat nun eine klare Haltung zu möglichen Reisebedenken geäußert.
Der Krieg mit Beteiligung des Iran sorgt weiterhin für Unsicherheit. Die MotoGP gastiert an diesem Wochenende in Katar. Deshalb gibt es erhebliche Bedenken unter den Fahrern. Berichten zufolge spricht sich ein Großteil gegen eine Teilnahme aus. Das Yamaha-Werksteam hat sogar seinen kompletten Rückzug vom Rennwochenende erklärt.
Auch die Formel 1 muss sich in den kommenden Wochen mit der Situation beschäftigen. Der Grand Prix von Katar ist für den Zeitraum vom 28. bis 30. November angesetzt. Das Saisonfinale in Abu Dhabi soll am 6. Dezember folgen.
Bislang hält man an beiden Veranstaltungen fest. Dabei orientiert sich die Königsklasse unter anderem an den offiziellen Reisehinweisen des britischen Außenministeriums (FCDO). Diese raten derzeit nicht grundsätzlich von Reisen in die Region ab, empfehlen Reisenden jedoch Vorsichtsmaßnahmen und alternative Reiseplanungen.
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Mercedes-Teamchef Toto Wolff unterstützt die bisherige Vorgehensweise der Formel-1-Verantwortlichen.
"Die Formel 1 orientiert sich an den internationalen Richtlinien. Dazu gehören Reisebeschränkungen, Flugausfälle, Warnungen in der Region und die Einschätzungen der jeweiligen Regierungen. Darauf muss man sich meiner Meinung nach verlassen können", erklärte Wolff gegenüber Medienvertretern.
Wolff respektiert die Entscheidungen
Mit Blick auf die Proteste einiger MotoGP-Fahrer zeigte der Österreicher Verständnis. Gleichzeitig stellte er klar, dass jeder Einzelne selbst entscheiden müsse, ob er sich eine Reise in den Nahen Osten zutraue.
"Willst du fahren oder nicht? Wenn du nicht willst, dann fahr nicht. So einfach ist das. Jeder kann seine persönliche Entscheidung treffen, und ich respektiere das", erklärte er.
Auch innerhalb seines eigenen Rennstalls möchte Wolff niemanden zu einer Reise zwingen. Bislang sei das Thema bei Mercedes zwar noch nicht intern angesprochen worden. Sollte sich jedoch ein Mitarbeiter oder Fahrer unwohl fühlen, werde er dessen Entscheidung akzeptieren.
"Wenn jemand das Gefühl hat, dass er sich bei einer Reise nicht wohlfühlt, dann werde ich das immer respektieren. Vielleicht ist das auch eine Gelegenheit, jemand anderem eine Chance zu geben", sagte Wolff.
"Das würde an unserer Beziehung nichts ändern. Ich habe immer respektiert, dass manche Menschen nicht zu bestimmten Grands Prix reisen möchten. So sehe ich die Situation auch im Moment", so der Teamchef.


