Der Zusammenbruch von Vincent Kompany hat den FC Bayern aufgewühlt. In einem Interview hat der legendäre Ottmar Hitzfeld, einst ebenfalls Coach beim deutschen Rekordmeister, nun über sein eigenes Leid auf der Trainerbank gesprochen und einen Vergleich gezogen.
"Ich litt unter Schlaflosigkeit und Depressionen. Morgens wollte ich lieber die Decke über den Kopf ziehen, statt aufzustehen. Ich wollte nicht mehr in meine Welt, in diesen Dschungel, in dem ich, obwohl angeschlagen, den starken Mann spielen musste. Jammern darüber, dass es mir nicht so gut ging, konnte ich mir als Trainer nicht erlauben", blickte der 77-Jährige im "kicker" zurück.
Auch deshalb habe er die damalige Offerte, Bundestrainer zu werden, abgelehnt. "Das Angebot kam zum falschen Zeitpunkt. Ich war ausgelaugt, nicht im Vollbesitz meiner Kräfte", gestand Hitzfeld. "Als ich Burn-out hatte, sagte ich: Nie mehr Trainer!".
Umso mehr konnte er sich in Vincent Kompany hineinversetzen, der unlängst nach dem Training zusammengebrochen war und per Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Seither wurde der Belgier von der Öffentlichkeit abgeschottet.
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"Ich habe sofort verstanden, dass der Druck und die Belastung eine Rolle spielten, ohne dass ich eine genaue Diagnose kannte", verriet Hitzfeld. Mittlerweile wurde als Ursache eine Hirnhautreizung festgestellt.
Kompany wurde inzwischen aus der Klinik entlassen. Bayerns Sportvorstand Max Eberl hatte der These, dass der Kollaps auch eine Folge des zu großen Drucks sei, jüngst entschieden widersprochen.
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"Ein Bayern-Trainer muss immer gewinnen"
Hitzfeld erklärte, er habe im Laufe der Jahre auch in unteren Ligen viele Trainer gesehen, die fast zusammengebrochen seien, "weil sie so intensiv mitgefiebert haben".
"Allerdings bestehen schon Unterschiede: Für Kompany ist der Druck noch größer, ein Bayern-Trainer muss immer gewinnen. In München sind die Erwartungen sehr groß, die Meisterschaft wird sowieso verlangt, dazu der Pokal; und in der Champions League soll es zumindest bis ins Viertelfinale gehen", gab der einstige Erfolgscoach zu bedenken.





























