Biathlon-Star Justine Braisaz-Bouchet absolviert ihre Saisonvorbereitung abseits der französischen Nationalmannschaft. Die fünfmalige Weltmeisterin hofft, so zu alter Stärke zurückzufinden.
"Das sollte mir ermöglichen, meine Karriere fortzusetzen und noch bessere Leistungen zu erzielen", sprach Braisaz-Bouchet gegenüber der Zeitung "Le Dauphiné Libéré" über ihren neuen Weg.
Sie habe "jahrelang immer wieder dasselbe gemacht, dieselben Trainingsmethoden angewendet. Das Ergebnis im vergangenen Winter war enttäuschend, eine echte Ernüchterung", meinte die französische Biathletin.
Im Gesamtweltcup reichte es für Braisaz-Bouchet nur zum elften Platz. Bei den Olympischen Winterspielen in Italien lief für die 30-Jährige überhaupt nichts nach Plan. Im Einzel (80. Platz), Sprint (62.) und Massenstart (27.) war die fünfmalige Biathlon-Weltmeisterin meilenweit von einer Medaille entfernt. Braisaz-Bouchet schaffte es deshalb nicht in das französische Staffel-Aufgebot, welches in Antholz Gold holte.
"Sehr klare Regeln" für Braisaz-Bouchet
Die Skijägerin geht in der Saisonvorbereitung jetzt ihren eigenen Weg. "Ich konnte meinen Plan so umsetzen, wie ich es wollte, daher bin ich zufrieden. Ich habe Erfahrung, vertraue mir selbst und wir haben sehr klare Regeln festgelegt", schilderte Braisaz-Bouchet.
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"In den letzten Jahren musste sie stets zwischen dem Stab der französischen Nationalmannschaft und einem sehr präsenten persönlichen Stab jonglieren. Die Bilanz am Saisonende zeigte deutlich, dass dieses Gefühl, zwischen zwei Ansätzen hin- und hergerissen zu sein, nicht die erhofften Auswirkungen auf das Ergebnis bei den Olympischen Spielen hatte und nicht den Zielen entsprach, die sie sich gesetzt hatte", äußerte sich Frankreichs Biathlon-Trainer Cyril Burdet bei "Le Dauphiné Libéré" zur Situation der Skijägerin.
Braisaz-Bouchet absolviert die Saisonvorbereitung hauptsächlich mit ihrem Ehemann Julien Bouchet. Ob die Umstellungen Früchte tragen, wird sich ab dem 26. November im Biathlon-Weltcup zeigen.

