Borussia Mönchengladbach blickt auf eine sportlich enttäuschende Bundesliga-Saison zurück, im Herbst 2025 steckte man sogar tief im Abstiegssumpf. Letztlich hielt man als Zwölfter zwar noch recht deutlich die Klasse, dass vor der neuen Spielzeit am Bökelberg allerdings einige Baustellen pressieren, ist offensichtlich. Die Verantwortlichen haben noch viel Arbeit vor sich.
Laut der "Sport Bild" bereitet vor allem die Gehaltsstruktur des aktuellen Kaders Gladbachs Sportchef Rouven Schröder noch Sorgen.
Demnach würde man Florian Neuhaus, Tomas Cvancara, Giovanni Reyna und Joe Scally angeblich gerne auf den Markt stellen. Neuhaus soll mit einem Jahresgehalt von rund vier Millionen Euro zu den absoluten Topverdienern zählen, die anderen Genannten zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro pro Saison ebenfalls satt abkassieren. Zudem soll der Kader mit derzeit 29 Akteuren schlicht zu groß sein.
Die aufgeführten Spieler dürften allerdings nicht so problemlos loszuwerden sein. Neuhaus soll sich der "Bild" zufolge bereits dazu entschieden haben, seinen Vertrag bis 2027 zu erfüllen. Wirklich konkrete Gerüchte gab es obendrein um keinen der vermeintlichen Streichkandidaten. Cvancara erholt sich zudem derzeit noch von den Folgen einer Adduktoren-OP.
Gladbach-Neuzugänge zahlreich, aber unerfahren
Als problematisch schätzt die "Sport Bild" auch die Personalie auf der Fohlen-Bank ein. Eugen Polanski übernahm im November vom gescheiterten Gerardo Seoane und trat damit seinen ersten Profi-Job an. Der ehemalige Gladbacher Mittelfeldchef stand allerdings häufig in der Kritik. Auch, wenn sich Schröder inzwischen zu ihm bekannte und Polanski mit einem Vertrag bis 2028 ausstattete, könnte ein Fehlstart schnell wieder Unruhe aufkommen lassen.
Als weitere Baustelle wird die mangelnde Erfahrung der Neuzugänge ausgemacht. Mit Enzo Lepold (Hannover 96), Isac Lidberg (Darmstadt) und David Herold (KSC) wurde ein Trio aus der 2. Bundesliga verpflichtet. Hinzukommen Jan Leszczynski (Legia), Yukhym Konoplya (Shakhtar) und Zento Uno (Shimizu S-Pulse), die noch nie in Deutschland spielten.
Anders sieht das bei Keeper Daniel Batz aus. Der 35-Jährige kommt vom 1. FSV Mainz 05 und ist eher als Backup eingeplant. Allerdings könnte Batz doch schneller als gedacht wichtig werden. Sollte Moritz Nicolas die Borussen noch verlassen, könnte er schnell in den Fokus rücken. Gladbach soll zwar mit Nicolas planen, in England angeblich bestehendes Interesse könnte die Situation allerdings schnell ändern. Nicht auszuschließen, dass in diesem Fall sogar noch kurzfristig Ersatz hermüsste.


























